(ND-Herrmann). Die Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2009 in Berlin sei von den Resultaten und auch den Rahmenbedingungen »super« gelaufen, war gestern das Fazit einer etwas späten Bilanz. Das »bedeutende Sportereignis« habe weltweit mehr als sieben Milliarden Zuschauer an den Bildschirmen gefunden, rechnete Clemens Prokop, Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, hoch. Auch wirtschaftlich habe Berlin die WM »positiv« abschließen können, freute sich der Regierende Bürgermeister, Klaus Wowereit (SPD). Berlin stehe auch künftig zur Verfügung, bot er an. Prokop bekräftigte prompt die Möglichkeit einer deutschen EM-Bewerbung für 2016 oder 2018 und die Vergabe an Berlin.
Berlin hatte 20 Millionen Euro Kostenbeteiligung bereitgehalten, konnte davon fast fünf Millionen einsparen, hieß es in dem zugunsten »verlässlicher Zahlen« mit »Nachlaufzeit« vorgelegten Bericht. 120 Millionen Euro hätten die WM-Besucher ausgegeben. Neben dem wirtschaftlichen Ergebnis konnte sich Berlin weltweit um sein Image als gastfreundliche und tolerante Metropole kümmern. »Wir haben weltweit hohe Aufmerksamkeit erzielt und uns als Ausrichterstadt für internationale Großveranstaltungen etabliert«, freute sich Wowereit.
Neben den zwei Gold- und sieben weiteren Medaillen und Platz sechs in der Nationenwertung konnte der Verbandschef stolz mit weiteren Zahlen aufwarten. Rund 2000 Sportler aus über 200 Nationen seien in 47 Wettbewerben angetreten. 400 000 Zuschauer wurden im Stadion und sogar rund 1,3 Millionen bei den Straßenwettbewerben gezählt. Die TV-Bilder vom Marathon und von den Geherwettbewerben wurden in rund 200 Ländern ausgestrahlt. »Das war Werbung für den Sport und für Berlin«, unterstrich der Regierende Bürgermeister.
18:00 Uhr, Stuttgart
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