»Pro NRW könnte sich konsolidieren«

Rechte Wählervereinigung kündigt »Haus für Opfer des Islam« an

Über Aufmärsche der rechtspopulistischen »Bürgerbewegung Pro NRW« und der neofaschistischen NPD sowie islamfeindliche Stimmungsmache in etablierten Medien und Politik sprach ND-Autor Markus Bernhardt mit Henning von Stolzenberg, dem Sprecher des Duisburger Netzwerkes gegen Rechts.

ND: Sowohl die rechtspopulistische nordrhein-westfälische »Bürgerbewegung Pro NRW« als auch die neofaschistische NPD wollen Ende März in Duisburg gegen die örtliche Moschee und eine angebliche »Islamisierung Europas« aufmarschieren. Warum finden die Aufmärsche ausgerechnet in Duisburg statt, wo die Moschee nahezu einzigartig integriert ist?
Stolzenberg: Duisburg-Marxloh gilt in Duisburg und NRW als so genannter sozialer Brennpunkt. Viele Menschen in diesem Stadtteil sind von Hartz IV betroffen, und es steht etwa ein Drittel der Gebäude leer. Der Stadtteil wurde zum einen ausgewählt, weil die sozialen Widersprüche so klar auf der Hand liegen und die extreme Rechte dies für ihre Zwecke nutzen will. Die Nazis versuchen, die Migranten im Allgemeinen und Muslime im Besonderen für diesen Umstand verantwortlich zu machen. Es ist ihr erklärtes Ziel, sich als Alternative zu den neoliberalen Parteien zu präsentieren und soziale Missstände rassistisch umzudeuten. Eben dies machen weite Teile der etablierten Parteien jedoch sogar vor. Zum Beispiel hat der Duisburger SPD-Abgeordnete Johannes Pflug öffentlich »Multikulti« im Bezug auf Duisburg unlängst »für gescheitert« erklärt.

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