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Von Roland Etzel
23.02.2010
Standpunkt

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Kritische Kriegsbegleiter

Die SPD hat sich erklärt. In der Frage der Aufstockung der deutschen Truppen für Afghanistan am Freitag im Bundestag werde die Partei »der Fraktion eine Zustimmung empfehlen«. Aber, so Generalsekretärin Andrea Nahles, die Partei werde den Einsatz weiter »kritisch begleiten«. Das wird sie sicher tun, da ist auf die SPD Verlass, schon länger.

»Wir fordern, dass dem Kriege, sobald das Ziel der Sicherung erreicht ist, ein Ende gemacht wird durch einen Frieden ... Wir hoffen, dass die grausame Schule der Kriegsleiden den Abscheu vor dem Krieg wecken wird.« Von diesen Grundsätzen geleitet, bewillige die SPD das Geforderte. Das sagte nicht der aktuelle Vorsitzende, sondern der von 1914 nach seiner Zustimmung zu den Kriegskrediten, die der Kaiser für den Weltkrieg verlangte. Das Ende ist bekannt.

Auch ISAF-Chef General McChrystal will nur das Beste. Seine neue Afghanistan-Strategie dient nicht nur der kritischen Begleitung, er macht den Krieg selbst, um »die afghanischen Menschen zu schützen«. Dies sei die neue Strategie. Mindestens 27 dieser Menschen – Zivilisten, für die anderen gibt es nicht einmal verbales Bedauern – bezahlten dafür am Sonntag mit ihrem Leben. »Wir werden unsere Anstrengungen, dieses Vertrauen wiederzugewinnen, erneut verdoppeln«, versprach der General nun. Die Drohung lässt schaudern.

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