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Haifischflossen auf einem chinesischen Großmarkt Foto: dpa
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Die ersten Haie schwammen bereits vor über 400 Millionen Jahren durch die Urmeere der Erde. Doch seit einigen Jahrzehnten setzt ihnen der Mensch, ein erdgeschichtlicher Jungspund, erheblich zu.
Naturschutzverbände befürchten, etliche der über 500 Hai-Arten weltweit könnten durch Menschenhand aussterben. Der »weltweite Appetit auf Delikatessen wie Sushi, Haifischflossensuppe oder auch die in Deutschland so beliebte Schillerlocke« trieben die Jäger der Meere »an den Rand der Ausrottung«, warnt Olaf Tschimpke, der Präsident des Naturschutzbundes (NABU). Aber auch der Meeresbiologe Heino Fock vom staatlichen Institut für Seefischerei in Hamburg sagt, der Rückgang so mancher Hai-Art sei »deutlich zu erkennen«.
Nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten jedes Jahr bis zu 900 000 Tonnen Haie aus den Weltmeeren gefischt worden. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen. Zum einen, weil die FAO über keine Zahlen aus wichtigen Verbraucher-Staaten wie China verfügt. Zudem wird in erheblichem Umfang auch illegal Jagd auf Haie gemacht, und drittens ist nur bei wenigen Hai-Arten die Jagd international reguliert. Ansonsten tappen Meeresbiologen bei ihren Bestandsschätzungen von Haien ziemlich im Dunkeln. Diese landen nach Angaben des Meeresbiologen Christopher Zimmermann vom staatlichen Institut für Ostseefischerei in Rostock »fast ausschließlich [...] als Beifang im Netz«.
Obendrein sind Zimmermann zufolge »die meisten Knorpelfische besonders empfindlich gegenüber Überfischung, weil sie spät geschlechtsreif werden und wenige Nachkommen produzieren«. Sie müssten deshalb »sehr vorsichtig genutzt werden – was aber keineswegs bedeutet, dass sie gar nicht genutzt werden könnten«.
Doch die Neigung, eine Hai-Art als gefährdet einzuschätzen, ist bei Nutzern und Schützern unterschiedlich stark. »Die Beweislast, ob eine Fischart selten geworden ist, liegt immer auf Seiten der Schützer«, bemängelt Sandra Altherr von der Artenschutzorganisation Pro Wildlife in München.
Auch deshalb sei es wünschenswert, wenn bei der anstehenden UN-Artenschutzkonferenz (CITES) in Katar Mitte März die acht dafür vorgeschlagenen Hai-Arten unter den Schutz des Washingtoner Artenschutzabkommens gestellt würden. »Dann würde der weltweite Handel mit ihnen nämlich erfasst«, sagt die Biologin. Derzeit empfiehlt Altherr den Verbrauchern, »sicherheitshalber ganz auf Hai-Erzeugnisse zu verzichten«.
Zu den acht Kandidaten für den so genannten Anhang II der Artenschutz-Liste, der nur noch eine begrenzte Nutzung zulässt, gehören allein fünf Hammerhai-Spezies, deren Flossenspitzen vor allem in China als Delikatesse gelten.
in allen Weltmeeren erbarmungslos verfolgt. Sie werden mit so genannten Langleinen gefangen, kilometerlangen Fangschnüren, die mit Köderhaken bestückt sind. Besonders grausam ist, dass den Tieren bei lebendigem Leibe die Flossen abgeschnitten werden, um daraus in Südostasien Haifischflossensupee herzustellen. Die verstümmelten Tiere werden - noch lebend - wieder über Bord ins Meer geworfen, wo sie jämmerlich verenden. Doch nicht nur für Suppen, sondern auch für allerlei Pillen und Pülverchen gegen Gelenkbeschwerden und sogar Krebs muss der Hai herhalten. Für diesen Humbug müssen jedes Jahr mindestens 100 Millionen Haie qualvoll sterben. Die gandenlose Überfischung der Weltmeere trifft die Haie besonders. Das Resultat: Von den rund 380 existierenden Haiarten sind 80 bereits vom Aussterben bedroht.
Egal, welche Uno-Typen welche Haiarten auf welche Listen hieven, ich hoffe doch,daß für Walter Schmidt irgendwo in Berlin noch ein Hocker im Sushi-Restaurant frei bleibt.
seit Jahrzehnten werden nicht nur Millionen Haie für unseren Bauch erbärmlich umgebracht, sondern auch Millionen für das Erstellen Roter Listen ausgegeben. Es bleibt zu hoffen,das Mensch und Haie gemeinsam den Kapitalismus überleben
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