Berlin (ND/dpa). Die fast 80 000 Mitglieder der LINKEN werden darüber abstimmen, ob ihre Partei auch künftig von einer Doppelspitze geführt wird. Die designierten Vorsitzenden Gesine Lötzsch und Klaus Ernst sehen dies aber nicht als Votum gegen ihre Personen
Acht Landesverbände entschlossen sich am Freitag, einen Mitgliederentscheid beim Parteivorstand zu beantragen, wie die LINKE in Berlin mitteilte. Damit ist die laut Satzung vorgeschriebene Mindestzahl antragstellender Verbände erreicht, die Abstimmung muss stattfinden. Die Mitglieder sollen noch vor dem Rostocker Parteitag im Mai entscheiden, sagte ein Parteisprecher. Unter den Antragstellern sind den Angaben zufolge Landesverbände aus Ost- und Westdeutschland.
Die aktuelle Satzung sieht vor, dass das Modell Doppelspitze in diesem Jahr ausläuft. Der Vorstand strebte aber die Verlängerung an, nachdem sich nicht nur planmäßig der Vorsitzende Lothar Bisky zurückziehen will, sondern infolge seiner Krebserkrankung auch dessen Co-Vorsitzender Oskar Lafontaine. Die Berliner Ex-PDS-Frau Lötzsch und der bayerische Ex-WASG-Funktionär Ernst sollen die Partei künftig gemeinsam führen. Auch für das Amt der Bundesgeschäftsführung wurde eine Doppelspitze beschlossen. Hierfür kandidieren Werner Dreibus und Caren Lay.
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