Wenn Schlussstriche zur Mode werden ...braucht es linken Journalismus
Deshalb jetzt das »nd« unterstützen!
    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Ich habe bezahlt.

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login
  • Ich beteilige mich später
Von Tom Mustroph, Florenz
11.03.2010

Bayern träumen von Großem

Champions League: Münchner trotz 2:3 in Florenz im Viertelfinale

Mit dem Wunsch, den Spielern des FC Bayern München die Lederhosen auszuziehen, tritt manche Mannschaft in der Bundesliga an. Der AC Florenz hat den Bayern im Achtelfinalrückspiel der Champions League auch Handschuhe und Pulswärmer ausgezogen. Mit 3:2 gewannen die zuvor unterschätzten Italiener ein spannendes Spiel, die Bayern aber sind nach dem 2:1-Erfolg im Hinspiel dank der auswärts mehr erzielten Tore in der nächsten Runde. »Das ist eine Niederlage, mit der der FC Bayern gut leben kann«, sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge. »Wir haben unser Ziel erreicht. Wir sind unter den besten Acht in Europa.«

Dieses Ergebnis ist jedoch mit dem Makel des Abseitstors von Miroslav Klose aus dem Hinspiel behaftet. Die von Trainer van Gaal ausgegebene Marschrichtung, ein Resultat zu erzielen, das den späten Siegtreffer in München obsolet macht, wurde verfehlt. Früh zeigte sich am Dienstagabend der Gegensatz zwischen einem Team, das ein Schicksalsspiel bestritt und einem, das nur gewillt war, Routine abzuliefern. »Wir gehen in die Geschichte ein, wenn wir weiterkommen«, hatte Fiorentina-Trainer Cesare Prandelli angekündigt.

Anfangs gelang beiden Teams nur wenig Konstruktives. Die Spieler machten den Eindruck, als hätte sie der plötzliche Wintereinbruch in der Toskana mit stürmischen eisigen Windböen festgefroren. Sie bewegten sich abgehackt, Bälle versprangen, im Mittelfeld bildeten sich unproduktive Knäuel. Wie aus dem Nichts fiel Mitte der ersten Halbzeit das 1:0 für die Gastgeber. Bayern-Keeper Hans-Jörg Butt reihte sich in die Versammlung der Verfrorenen ein und ließ einen nicht sonderlich gefährlichen Fernschuss von Marco Marchionni prallen. Der agile Linksaußen Juan Vargas nutzte die Vorlage, traf und brachte so Feuer ins Spiel. Angetrieben von den Tifosi war die Heimmanschaft nach der Pause vom Willen beseelt, nachzulegen. Mit Erfolg, denn schon neun Minuten nach Wiederanpfiff bediente Alberto Gilardino Mitspieler Stevan Jovetic, der zum 2:0 einschoss. Das Stadion tobte.

Die Bayern erwachten aus ihrer taktisch verordneten Lethargie. Franck Ribéry hielt es nicht mehr auf dem linken Flügel. Der Franzose drängte in die Mitte und riss seine Kollegen mit. Aus einem der zahlreichen Ballverluste beider Seiten entwickelte sich ein Angriff, den van Bommel mit überlegtem Distanzschuss zum 2:1 abschloss (60. Minute). Das Spiel war wieder offen und in die Münchner Herrlichkeit fiel prompt das 3:1 durch Jovetic (64.), das den Italienern für das Weiterkommen gereicht hätte. Doch Arjen Robben, der beste Münchner, antwortete unmittelbar darauf mit einem Kunstschuss aus mehr als 25 Metern (65.).

»Ich habe nie an unserem Weiterkommen gezweifelt. Selbst wenn Florenz zwei Tore macht, können wir immer noch reagieren«, sagte Bayerns Kapitän Mark van Bommel. Diese Selbstsicherheit wird immer mehr zum Markenzeichen der Bayern. Sie drückt sich noch nicht in einer kontinuierlich souveränen Spielweise aus. Aber das von keinem Selbstzweifel getrübte Gemüt des Trainers Louis van Gaal färbt so stark auf seine Untergebenen ab, dass man bereits wieder von der alten Arroganz der Bayern sprechen kann. Der Erfolg stellt sich dann fast austomatisch ein, das Team träumt bereits von Größerem.

»Diese Mannschaft kann es noch weit bringen«, prophezeite Franck Ribéry. »Wir können alle Wettbewerbe, in denen wir sind, auch gewinnen.« Der nächste Gegner in der Champions League wird am 19. März im schweizerischen Nyon ausgelost. Auf ein Hammerlos würden die Bayern aber bei allem Selbstbewusstsein gerne verzichten. »Mir wäre es lieber, den Topfavoriten wie Barcelona oder Chelsea aus dem Weg zu gehen«, sagte Philipp Lahm.

Achtelfinale Rückspiele:

Hin

AC Florenz - *FC Bayern 3:2 1:2
*Arsenal London - FC Porto 5:0 1:2

Teams mit * im Viertelfinale.

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken