Jerusalem (dpa/ND). Die in dieser Woche geplante Wiederaufnahme indirekter Nahost-Friedensgespräche droht angesichts der israelischen Siedlungspläne in Ost-Jerusalem zu platzen. Vor dem erneuten Besuch des US-Nahostvermittlers George Mitchell in der Region wurden innerhalb der Palästinenserführung Forderungen bekräftigt, die Kontakte zu verschieben. Präsident Mahmud Abbas habe dies am Samstag mit führenden Repräsentanten seines Fatah-Lagers erörtert, wurde aus Gaza mitgeteilt. »Es können mit Israel niemals Gespräche begonnen werden, solange die israelische Regierung weiterhin ihre Siedlungspläne in Palästinensergebieten verfolgt, vor allem im besetzen Ost-Jerusalem«, sagte ein Palästinenservertreter. Ausdrücklich begrüßte er die harsche Kritik von US-Außenministerin Hillary Clinton an Israels Regierung von Benjamin Netanjahu für die Pläne. Israels Innenministerium hatte während des Besuchs von US-Vizepräsident Joe Biden vergangene Woche den Bau von 1600 Wohnungen im besetzten Ostteil Jerusalems angekündigt.
Israelische Sicherheitskräfte nahmen unterdessen in der Nacht zum Sonntag einen ranghohen Aktivisten der Hamas fest. Maher Ouda sei für mehrere Anschläge in Israel verantwortlich, hieß es.
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