Martin Hatzius 18.03.2010 / Literatur
Leipziger Buchmesse

Sein in der Welt des Spiels und Scheins

Helene Hegemann wird plattgemacht. Das hat ihr abgründiger Roman »Axolotl Roadkill« nicht verdient

V on einem Tag auf den anderen war Helene Hegemann aus den Zeitungen verschwunden, genauso plötzlich, wie sie dort hineingesaugt worden war. Vier Wochen lang war die Erregungsmaschinerie über die blutjunge Autorin und ihr überaus originelles Romandebüt gewalzt, aufgeheizt von Hegemanns vermeintlichem Vergehen: Plagiat. Die jetzt neu eröffnete Debatte über jene paar Halbsätze, die die Autorin anderswo borgte, hat ein großes Buch bedauernswert klein gemacht. Denn eine Walze bleibt eine Walze, auch wenn sie durchs Feuilleton rollt. Wo sie ihre Arbeit verrichtet, werden Gipfel eingeebnet und Abgründe. Am Ende ist alles platt.

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