Havanna (dpa/ND). Die Bundestagsabgeordneten Wolfgang Gehrcke und Sahra Wagenknecht (beide LINKE) haben am Donnerstag die USA aufgefordert, fünf inhaftierte Kubaner – die sogenannten Cuban Five – freizulassen. In einem Internetforum des kubanischen Außenministeriums erklärten sie, es sei Zeit, die verfehlte US-Politik im Hinblick auf Kuba zu ändern, zu deren Opfern auch die Cuban Five gehörten. Parlamentspräsident Ricardo Alarcón kritisierte, dass auch unter Barack Obama der »Terrorismus« gegen Kuba fortgesetzt werde, »wie in den 50 Jahren zuvor«.
Den fünf Männern wird von den USA Spionage vorgeworfen. Sie sitzen seit einem Jahrzehnt in einem US-Gefängnis. In Kuba sind sie Helden. Sie hätten seinerzeit lediglich die Exilkubaner in den USA beobachtet, um mögliche Attentate in Kuba zu vereiteln.
Gehrcke bezeichnete die fünf Kubaner als politische Gefangene. Die kubanische Führung kämpft seit Jahr und Tag um deren Freilassung. Unter anderem hat sie einen Austausch mit kubanischen Regimekritikern vorgeschlagen, die in Gefängnissen in Kuba einsitzen. Auf die aktuellen Forderungen nach Freilassung der politischen Gefangenen in Kuba gingen die LINKE-Abgeordneten dem Vernehmen nach nicht ein. Am Donnerstag hatten die Frauen inhaftierter Oppositioneller, die »Damas de Blanco», in Havanna an die Verhaftung ihrer Männer vor sieben Jahren erinnert.
Aktuelle Ausgabe: 25.05.2012
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