Volkmar Draeger 30.03.2010 / Berlin / Brandenburg

Asylanten des Krieges

Im Heimathafen Neukölln erfährt Homers »Ilias« brisante Aktualität

Antike Konflikte auf dem heutigen Balkan

Die Turnhalle dient als Asylantenheim. Zusammengepfercht haust man zwischen Sprossenwand, Kasten, Pferd, Matten, Wäscheleinen. Am Tisch im Zentrum spielen zwei Frauen Karten, hinten kocht eine dritte, die vierte vorn lächelt stumpf vor sich hin. Als zwei Männer in militärischer Tarnkleidung eintreten, reden die Frauen bosnisch. Die Hülsen von Sonnenblumenkernen spuckt der eine, süffelt die von Zeus verordnete Biolimonade, mit Handkuss begrüßt der andere schmierig die Frauen. Ich will meine Tochter zurück, bettelt eine Frau, hau ab, ist die Antwort. Agamemnon, eine kleinwüchsige Frau ebenfalls in Armeekluft, hat jene Sklavin Achill entrissen. Der verweigert sich daraufhin zornig dem Kampf.

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