Luz Kerkeling 01.04.2010 / Ausland

Mexikanische Medien schießen gegen Zapatistas

Repressionswelle in Chiapas wird durch Diffamierung ergänzt

Die mexikanische Tageszeitung »Reforma« behauptete jüngst auf ihrer Titelseite, Subcomandante Marcos von der zapatistischen Befreiungsarmee EZLN »demaskiert« zu haben und eine Verbindung zwischen der EZLN und der baskischen Untergrundorganisation ETA nachweisen zu können. Grundlage der Behauptungen sind Dokumente und Fotos eines mutmaßlichen EZLN-Deserteurs.

»Die genauen Motive sind noch unklar, aber wir gehen davon aus, dass es sich um eine plumpe Diffamierungskampagne« handelt. Miguel Pickard vom unabhängigen Forschungszentrum CIEPAC in San Cristóbal hält die neuerlichen Vorwürfe gegen die zapatistische Befreiungsbewegung EZLN für haltlos. Es sei nicht das erste Mal, dass die mexikanischen Medien »Ausländern« vorwerfen, die indigene Bevölkerung für ihre Interessen zu manipulieren. Der Zeuge, der angibt, eine ranghohe Position in der Organisation bekleidet zu haben, listet in seinem 83-seitigen Bericht angebliche personelle Strukturen, Hochburgen und Bewaffnung der Bewegung auf. Er berichtet, dass dem zivilen zapatistischen Verwaltungsrat in La Garrucha jüngst über eine Million Euro übergeben worden seien. Mindestens 150 000 Euro sollen von Personen aus Italien und dem Baskenland ausgehändigt worden sein. Dies, so der Zeuge, sei »einer der Beweise für eine Beziehung zwischen der EZLN und der baskischen terroristischen Organisation ETA«.

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