Bei der Menschenkette zwischen den Zentralen von Vattenfall und RWE in Berlin
Foto: Camay Sungu
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Berlin (epd/ND). Mehrere Tausend Menschen haben am Wochenende gegen die Pläne der Bundesregierung demonstriert, die Laufzeiten der Atomkraftwerke auf bis zu 60 Jahre zu verlängern. In 53 Städten hätten sich insgesamt über 8000 Menschen beteiligt, teilten die Veranstalter am Sonntag in Berlin mit.
Allein in der Bundeshauptstadt seien am Vortag mehr als 2000 Kernkraftgegner auf die Straße gegangen, um zwischen den Zentralen der Atomkraftwerksbetreiber Vattenfall und RWE eine 1,2 Kilometer lange Menschenkette zu bilden. Auch in 52 weiteren Städten, unter anderem in Dresden und Leipzig, hätten sich zahlreiche Atomkraftgegner den Protesten angeschlossen und damit zugleich für die Beteiligung an einer bundesweiten Aktions- und Menschenkette zwischen den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel am 24. April geworben. Mit der 120 Kilometer langen Menschenkette durch Hamburg und Norddeutschland will ein breites Bündnis aus Anti-Atom-Initiativen, Umweltverbänden, Gewerkschaften, Kirchen und Parteien die Bundesregierung auffordern, an dem beschlossenen Atomausstieg festzuhalten.
Die Proteste und Aktionen bildeten zugleich den Auftakt für eine bundesweite »Ökostrom-Wechselwoche«. Sie will möglichst viele Kunden von Atomstromanbietern zum Wechsel ihres Energieversorgers bewegen, erklärten die Initiatoren. Die Kampagne »Atomausstieg selber machen« wird von 21 Umwelt- und Anti-Atomverbänden getragen. Zu ihnen gehören der Deutsche Naturschutzring, NABU, BUND, Greenpeace, die Ärzte gegen den Atomkrieg (IPPNW), Robin Wood und die Deutsche Umwelthilfe.
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