Martin Ling 15.04.2010 / Ausland

An Daimlers Profiten klebt Blut

Der Anti-Apartheid-Aktivist Mpho Masemola will nicht ruhen, bis der Konzern seine Archive öffnet und Entschädigungen zahlt

Für Mpho Masemola ist der Kampf gegen die Apartheid noch nicht zu Ende. Der einstige Anti-Apartheid-Aktivist kämpft mit der 1995 parallel zur Wahrheits- und Versöhnungskommission gegründeten Khulumani Support Group für Entschädigungen. Derzeit wirbt er in Deutschland für das Anliegen, am Mittwoch bei der Hauptversammlung von Daimler, tags zuvor besuchte er das Neue Deutschland.

Mpho Masemola lässt keinen Zweifel zu: An den Profiten von Daimler klebt Blut aus der Apartheid-Ära, Blut, das bis heute ungesühnt ist. Masemola war bereits in jungen Jahren gegen die Apartheid aktiv. 1984 wurde er verhaftet, gefoltert und zu fünf Jahren Haft auf Robben Island verurteilt. Gebrochen hat ihn das nicht. Nach seiner Entlassung organisierte er weiter Demonstrationen. Während eines Aufstandes 1991 wurde er von Scharfschützen der Polizei getroffen. Die Schrapnelle befinden sich noch immer in seinem Kopf und beeinträchtigen seine Gesundheit.

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