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Sind wir revolutionär? Was ist das in unserer heutigen Lebensrealität eigentlich? Bedeutet revolutionäre Erste-Mai-Demo nicht oft auch (kapitalismusimmanente) Abgrenzung von allen, die nicht die gleiche theoretische Definition von »Antikapitalismus« haben? Die MayDay-Parade in Tübingen unter dem Motto »Vergiss die Märchen vom Kapitalismus!« ist im Vergleich zu anderen antikapitalistischen Protesten wahrscheinlich vor allem durch eine sehr große politische Breite mitwirkender Akteur_innen und Forderungen geprägt. Schau und hör’s Dir an. Die Teilnehmenden sind selbst die Akteure! Tübinger Mayday-Parade
Endlich wird die Arbeit knapp! – Lohnarbeit ist im Kapitalismus die einzige Quelle von Wert. Das stellt ihn und alle Menschen vor zunehmende Probleme: Durch die technische Entwicklung wäre zwar immer weniger Aufwand notwendig, um die Bedürfnisse aller zu erfüllen. Doch die kapitalistische Gesellschaft muss ihre Insassen trotzdem mit allen Mitteln zur Lohnarbeit zwingen. Mit Hartz IV und Agenda 2010 erfüllt der Staat diese Aufgabe. Anstatt den Zwang der Lohnarbeit am 1. Mai weiterhin DGB-gewerkschaftlich abzufeiern, wollen wir die Perspektive einer Überwindung des Arbeitsregimes auf die Tagesordnung setzen.
Sozialrevolutionäres und antinationales Krisenbündnis Frankfurt
krise.blogsport.de
Wir haben im Jahr 2007 angefangen, den revolutionären 1. Mai in Hannover neu zu beleben. Warum soll die radikale Linke an ihrem internationalen Kampftag nicht mit eigenen Inhalten auf die Straße gehen, anstatt sich kleinlaut und unerkannt bei Gewerkschaftsdemos einzureihen oder allein Naziaufmärschen hinterherzureisen? Während unser eigener Ausdruck am 1. Mai des vergangenen Jahres hinter der Dringlichkeit der Mobilisierung gegen die Nazis in Hannover zurückstehen musste, gilt es dieses Jahr den 1. Mai wieder so zu begehen, wie es sich gehört: international, links und radikal.
Antifaschistische Aktion Hannover
Wir nutzen den 1. Mai um deutlich zu machen, dass es um noch mehr geht als die täglichen Forderungen und Abwehrkämpfe. Es geht um nichts weniger als eine Überwindung des Kapitalismus. Wir stehen gerade am 1. Mai mit einer eigenständigen Demo verschiedener revolutionärer Kräfte für eine kommunistische Perspektive ein, eine Welt, in der Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und Solidarität die Grundlage bilden. Schwerpunkt unserer diesjährigen Mobilisierung ist die Notwendigkeit des Klassenkampfes gerade in Zeiten der kapitalistischen Krise sowie eines revolutionären Aufbauprozesses.
Revolutionäre Aktion Stuttgart
»Warum nicht ... Kapitalismus abschaffen! Für die soziale Revolution weltweit«, lautet das diesjährige Motto. Seit 1992 existiert die revolutionäre 1. Mai-Demo, die von der »organisierten autonomie« vorbereitet und einem Bündnis wechselnder Gruppen getragen wird. Ziel der Mobilisierung ist es, aufbauend auf soziale und politische Kämpfe eine verallgemeinerte Kritik der herrschenden Verhältnisse zu leisten, gesellschaftliche Perspektiven aufzuzeigen und wahrnehmbar zu machen. Die Demo propagiert die Überwindung des Kapitalismus und will mit dem Verweis auf Klassenkampf und soziale Revolution einen Weg aufzeigen, wie Ausbeutung und Unterdrückung sich beenden lassen.
organisierte autonomie (OA)
Unter dem Motto »Kapitalismus ist Krise – Unsere Chance heißt Widerstand« rufen wir zu einer Demonstration auf, um am 1. Mai für ein selbstbestimmtes Leben auf die Straße zu gehen. »Der Kapitalismus basiert auf Klassenunterschieden, er teilt uns in Arm und Reich. Aber nicht nur das: Er wird unter anderem weiter verfestigt durch Rassismus, die Einteilung in Geschlechter und Nationalitäten und staatlich legitimierter Herrschaft von Menschen über Menschen«, heißt es in unserem Aufruf zur Demo. Und diese Herrschaft muss überwunden werden.
1. Mai-Bündnis Rosenheim
Wir wollen sichtbar werden mit unseren Wünschen, Vorstellungen und Fragen von und nach einem ganz anderen guten Leben! Was und wie viel brauchen wir dafür? Für uns gehört dazu das Recht auf freie Bewegung und körperliche Unversehrtheit, auf Meinungs- und Demonstrationsfreiheit. Wir schmieden Pläne für eine lebenswerte Stadt und wollen nicht das Elend verwalten. Wir träumen von Gegenstrukturen, die positive und erlebbare Beispiele für eine neue Gesellschaft ohne Ausbeutung, Chef_innen und sonstige Herren sein könnten. Durch Interventionen unter anderem in ARGEn machen wir deutlich, dass Leben Tätigkeit ist und nicht Arbeit.
freie radikale rund ums az
Wir wollen alle Menschen auffordern, gemeinsam gegen unzumutbare Lebensumstände zu kämpfen und zu feiern. Unseren Forderungen nach einem freien und selbstbestimmten Leben werden wir in Form einer kraftvollen Parade laut und bunt formulieren. Dortmund ist nicht nur ein Ort, in dem gut ein Drittel der BewohnerInnen in prekären Verhältnissen lebt, sondern hat zudem ein unübersehbares Naziproblem. Wir wollen einen deutlichen Akzent dagegen setzen und Solidarität leben. Alle sind eingeladen! Bringt eure Erfahrungen, Kämpfe und Ideen mit!
Mayday-Vorbereitungskreis
euromayday.noblogs.org
Das diesjährige Motto in Berlin heißt: »Die Krise beenden – Kapitalismus abschaffen«. Wir von der Antifaschistischen Linken Berlin (ALB) und der Antifaschistischen Revolutionären Aktion Berlin (ARAB) wollen mit dem Slogan »Berlin's burning – Hohe Mieten und Verdrängung stecken die Stadt in Brand« auf die Folgen der Stadtumstrukturierung aufmerksam machen. In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit und prekärer Arbeitsverhältnisse werden die Verlierer kapitalistischer Produktion auch geografisch an den Rand gedrängt. Da wir die soziale Verdrängung nicht losgelöst vom Verwertungsprozess betrachten können, wollen wir eine klar antikapitalistische Perspektive in die Gesellschaft tragen. ALB und ARAB
So bitter es klingen mag - die revolutionärste Kraft bis jetzt ( seit Jahren ! ) war die hochspekulative Kapitalinvests ! es bringt den " Möchtegerne " - Revoluzzer um den entscheidenden Imput ( fatal ),... bringt ihm aber gewisse Vorteile, - hoffentlich aber nicht um seine 1. Mai Demo zu begründen - sonst bleiben wo wir mal waren - bei dem Rituall - ! Dem Lauf der Dinge sind die Demos kein Anstoß, aber hoffentlich auch kein Hindernis. Die Medien wissen es auszuspielen... übrigens, revolutionär ist Hypo Real - die sich doppellt um das Geld bringt - und die Griechen-Hilfe "erwirkt"... Hut ab - im Namen des Volkes !
Um Mißverständnisse auszuschließen möchte ich noch betonen, das Linksradikale uns, den Linken und allen friedliebenden Menschen mit ihren gewalttätigen Aktionen schädigen und so den Fortschritt zum Weg in den Sozialismus nur hindern.
Wir sollten uns trotzdem nicht beirren lassen und den Internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeiterklasse mit einer friedlichen Demonstration traditionell begehen.
Es sind nicht nur radikale Linke, die zum 1. Mai antikapitalistische Demonstrationen durchführen werden. Ob Kommnunist, Sozialdemokrat oder Christ, jeder friedliebende Mensch muß sich dieser Art von Klassenkampf vom eigenen Gewissen heraus anschließen.
Auf dem Gründungskongress der II. Internationaleim Jahre 1889 wurde der 1. Mai als „Kampftag der Arbeiterbewegung“ ausgerufen. Am 1. Mai 1890 kam es zum ersten Mal zu Massenstreiks und Massendemonstrationen in der ganzen Welt.
Wir kämpfen gegen Krieg und Faschismus und solidarisieren uns dabei mit den Arbeitern auf der ganzen Welt, für Frieden und Sozialismus! Das ist der wahre Charakter des Kampf- und Feiertages der Werktätigen und ihrer Verbündeten. Wir kämpfen für eine gerechte Welt für alle, für ein besseres Morgen!
Mit solidarischen Grüssen
Schorschy
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