Wolfgang Hübner 05.05.2010 / Inland

Sitz und Stimme gegen die Nazis

Absurder Streit um die Berechtigung von Sitzblockaden bei Aufmärschen der NPD

Wolfgang Thierse hat sich vor dem geplanten Marsch von Neonazis durch Berlin-Prenzlauer Berg am 1. Mai auf die Straße gesetzt. Jetzt wird eine Frage diskutiert: Durfte der das?

Die Empörung ist groß. Bei staatsbewussten Polizeibeamten und bei ordnungsliebenden Politikern von SPD, FDP und CDU. Würdelosigkeit, billiger Populismus, Salonrevoluzzer, Schamlosigkeit, Rechtsbruch, Öffentlichkeitsgeilheit – das ist die Summe der Kritik an Wolfgang Thierse. Ein verheerendes Echo. Verheerend deshalb, weil es nicht mehr um die Nazis und ihre regelmäßigen öffentlichen Provokationen geht, sondern um die Beschimpfung eines Mannes, der sich den Nazis in den Weg gestellt hat. Das haben in Berlin auch tausende andere Nazigegner getan; Thierse hat seine Bekanntheit benutzt, um etwas mehr zu tun, als anderen möglich war, inklusive Interviews. Promis werden von Journalisten eben eher befragt als Namenlose. So ist das in der Welt derselben Medien, die jetzt die Anwürfe gegen Thierse transportieren.

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