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05.05.2010

Mahnmal begeht 5-Jähriges

Holocaust-Gedenkort feiert und eröffnet Ausstellung um Entstehungsgeschichte

Seit fünf Jahren steht das Stelenfeld des Holocaust-Mahnmal
Seit fünf Jahren steht das Stelenfeld des Holocaust-Mahnmals in Berlins Mitte.

(dpa). Als vor fünf Jahren das Holocaust-Mahnmal in Berlin eingeweiht wurde, war die Skepsis noch groß. Doch das gigantische Stelenfeld, das an die Ermordung von sechs Millionen Juden durch die Nazis erinnert, hat längst seine Anziehungskraft bewiesen. Schätzungsweise acht Millionen Menschen besuchten seither den Erinnerungsort unweit des Brandenburger Tors – nur einen Steinwurf von Hitlers einstiger Reichskanzlei entfernt.

»Das Denkmal hat seinen Platz im Bewusstsein und im Unterbewusstsein der Deutschen gefunden«, sagte US-Architekt Peter Eisenman am Dienstag vor Journalisten in Berlin. »Ich glaube, es hat einen Anteil daran, dass die Deutschen ihr Erinnerungsvermögen wiedergewinnen.« Nach Angaben von Stiftungsdirektor Uwe Neumärker haben allein 2,3 Millionen Menschen auch den »Ort der Information« besucht, der in Kellerräumen unter dem Mahnmal die Leidensgeschichte der Juden nachzeichnet. Eisenman, einst ein entschiedener Gegner des Infozentrums, sprach sich sogar für eine Vergrößerung aus.

Der jahrelange leidenschaftliche Streit um die angemessene Form des Gedenkens ist zum Jubiläum fast schon Geschichte. »Wie das Mahnmal von den Menschen alles in allem angenommen wird, berührt mich immer wieder sehr«, sagte die Publizistin Lea Rosh (73), die fast zwei Jahrzehnte lang mit dem Historiker Eberhard Jäckel für das schließlich knapp 28 Millionen Euro teure Projekt gekämpft hatte.

Eine Ausstellung des Förderkreises »Denkmal für die ermordeten Juden Europas«, die an diesem Mittwoch mit einem Bürgerfest eröffnet werden soll, erinnert an das harte Ringen. So lehnte der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) 1995 einen bereits fest geplanten Entwurf der Berliner Künstlerin Christine Jackob-Marks ab, der eine riesige Gedenkplatte mit den Namen aller umgebrachten Juden vorsah. Auch ein erstes Konzept Eisenmans mit dem amerikanischen Bildhauer Richard Serra wurde überarbeitet, Serra zog sich entnervt zurück.

Selbst nach Baubeginn 2003 gab es noch einmal eine Unterbrechung, als die Geschichte der mit dem Anti-Graffiti-Schutz beauftragten Firma Degussa während der Nazi-Zeit ein Streitthema wurde. Am 10. Mai 2005 schließlich war feierliche Eröffnung.

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