Der Internetriese Google hat für seinen umstrittenen Straßenfoto-Dienst Street View persönliche Nutzerdaten aus drahtlosen Computernetzwerken aufgezeichnet, auch in Deutschland. Google kündigte an, ab sofort keine WLAN-Daten mehr zu erfassen und gespeicherte Daten zu löschen.
Washington (AFP/ND). Google hatte bisher angegeben, für Street View lediglich den Namen und die Adresse von Drahtlos-Netzwerken zu speichern. In seinem Internet-Blog räumte der Google-Manager Alan Eustace allerdings am Freitag ein, dass die Kamera-Autos, die in mehr als 30 Ländern Fotos von Straßenzügen und Häusern gemacht haben, aus ungesicherten Netzwerken private Daten der Internetnutzer gesammelt haben.
»Wir bedauern diesen Fehler zutiefst«, erklärte Eustace, stellvertretender Leiter der Google-Forschungsabteilung. Die Nutzerdaten seien wegen eines Programmierfehlers »versehentlich« erfasst worden. Man werde die Daten »so schnell wie möglich« vernichten. Sein Konzern habe die Panne nach einer Anfrage der Hamburger Datenschutzbehörde entdeckt. Die Street-View-Fahrzeuge seien vorerst gestoppt worden. Sie waren neben Deutschland unter anderem in den USA, in Australien, Südafrika, Mexiko und etlichen europäischen Staaten unterwegs.
Aigner warf Google am Samstag im Sender MDR INFO vor, sich in illegaler Weise in private Netze eingeloggt zu haben. Die Daten müssten »sofort und vollumfänglich« gelöscht werden. Aigner habe erst vor 14 Tagen ein Gespräch mit Google geführt. Da habe der Konzern noch abgestritten, dass außer Netzwerk- und IP-Adressen weitere persönliche Daten gespeichert worden seien. Ein Ministeriumssprecher bezeichnete es als »alarmierend«, dass Google offenbar über Jahre hinweg in private Datennetze »eingedrungen« sei. Der Vorgang belege, dass Datenschutz für Google ein Fremdwort sei. Der Fall verdeutliche, wie wichtig die Verschlüsselung privater Funknetze sei.
In Deutschland gibt es Widerstände gegen Google Street View. Aigner hatte sich mit Google darauf geeinigt, dass der Straßenfoto-Dienst in Deutschland erst startet, wenn die Wohnungen, Häuser und Gärten von Bürgern, die Widerspruch dagegen eingelegt haben, vollständig unkenntlich gemacht worden sind. Datenschützer kritisieren, dass die Fotos Dieben oder Einbrechern in die Hände spielen könnten.
es werden von mir so viel private daten gesammelt, dass mir dies auf deutsch "wurscht" ist
»Wir bedauern diesen Fehler zutiefst«, erklärte Eustace, stellvertretender Leiter der Google-Forschungsabteilung. Die Nutzerdaten seien wegen eines Programmierfehlers »versehentlich« erfasst worden. Man werde die Daten »so schnell wie möglich« vernichten.
... der glaubt sicher auch, die Erde sei eine Scheibe und wurde vor etwas mahr als 5000 Jahren von einem alten Mann mit Bart erschaffen.
Aktuelle Ausgabe: 25.05.2012
Unscharfe Gesichter reichen nicht aus Datenschutzbeauftragte kritisieren Google
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