Tel Aviv/Larnaka (dpa/AFP/ND). Die bisher größte »Solidaritätsflotte« mit 700 pro-palästinensischen Aktivisten an Bord nimmt ungeachtet aller Drohungen Israels weiter Kurs auf den Gaza-Streifen. Die acht Schiffe wollten sich im Laufe des Freitags in internationalen Gewässern treffen und voraussichtlich am Samstagnachmittag versuchen, die Seeblockade zu brechen. Das berichtete die Sprecherin der Organisation »Free Gaza«, Audrey Bomse, in der zyprischen Hafenstadt Larnaka.
Die Aktivisten wollen 10 000 Tonnen Hilfsgüter wie Medikamente, Baumaterialien und Nahrungsmittel nach Gaza bringen. Vor einem Jahr war ein Solidaritätsschiff von der israelischen Armee abgedrängt worden.
In Israel bereiteten sich am Freitag Hunderte Soldaten, Angehörige der Marine sowie Polizisten auf einen Großeinsatz vor. Medienberichten zufolge ist geplant, dass Boote der israelischen Marine die Solidaritätsflotte zuerst umkreisen und dann per Lautsprecher darauf hinweisen, dass eine Weiterfahrt in die Küstengewässer einen Gesetzesbruch darstellt. Sollten die Aktivisten nicht abdrehen, werden die Schiffe von Einsatzkräften übernommen.
Bei einem israelischen Luftangriff auf den Gaza-Streifen sind zwei Palästinenser verletzt worden. Nach Angaben palästinensischer Mediziner und Zeugen feuerte ein Kampfhubschrauber auf ein östliches Viertel von Gaza. Zuvor hatten Palästinenser mit einem Mörser geschossen, wie weiter gemeldet wurde.
Aktuelle Ausgabe: 25.05.2012
Zwangsausweisung nach Gaza Neuer Erlass Israels über »illegalen« Aufenthalt im Westjordanland
Preis: 4,00 €
Preis: 3,50 €
Werbung:
Werbung: