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Landrechte für Ureinwohner

Peruanisches Parlament erlässt neues Gesetz

Lima (IPS). Das peruanische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das den indigenen Völkern rechtsverbindlichen Schutz und Anspruch auf eine Vielzahl von Grundrechten garantiert. Es verpflichtet die Regierung dazu, die Ureinwohner des südamerikanischen Landes vor jeder sie betreffenden Entscheidung zu konsultieren. Das Gesetz hilft den Ethnien unter anderem dabei, ihre traditionellen Territorien vor dem unerwünschten Zugriff multinationaler Unternehmen zu schützen.

Bisher hat die Regierung Erdölförderlizenzen in mehr als 70 Prozent des peruanischen Amazonasgebiets ausgegeben. Hinzu kommen Lizenzen für die Ausbeutung von Mineralien in den peruanischen Anden. Die staatliche Ombudsstelle (Defensoría del Pueblo) sieht das Gesetz als einen »bedeutenden Schritt« auf dem Weg zur Anerkennung indigener Kollektivrechte.

Etwa ein Drittel der rund 28,7 Millionen Peruaner gehören indigenen Völkern an. Von den 7515 anerkannten Gemeinschaften leben 6067 in den Anden und 1448 im Amazonasgebiet. Das Parlament hat das Gesetz vom 19. Mai ganze 16 Jahre nach der Ratifizierung des Ureinwohner-Abkommens 169 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) angenommen. In dem Vertrag verpflichtete sich die Staatengemeinschaft 1989 dazu, weltweit die Rechte von Ureinwohnern zu achten.

Peruanische Ureinwohnerverbände forderten Staatspräsident Alan García auf, das neue Gesetz anstandslos zu unterzeichnen. In Kraft treten kann es in einem solchen Fall 90 Tage, nachdem es im Amtsblatt »El Peruano« veröffentlicht wurde. Peru machte 2009 Anfang Juni Negativschlagzeilen, als mehr als 30 demonstrierende Ureinwohner im Landesnorden von der Polizei getötet wurden.

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1 Kommentar zu diesem Artikel

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  • OBJZ, 02. Jun 2010 19:25

    7515 "Gemeinschaften" von Ureinwohnern in Peru!

    Die Zahlen von "Gemeinschaften" von Ureinwohnern in den Amerikas zeugen von zehntausenden von moeglichen Justizprozessen in vielen Nationen. In Kanada sollen zur Zeit ueber 800 Forderungen von "First Nations" in der Justiz vorliegen. In USA sind bisher nur 564 "Native American Nations" von der Bundesregierung "anerkannt" worden, aber noch weit ueber 1000 andere "Gemeinschaften" konnten bisher keine "Anerkennung" erreichen. In Brasilien weiss man von ueber 280 verschiedenen Staemmen welche ueber 180 verschiedene Sprachen sprechen: Aber man hat noch Information ueber Staemme welche "isoliert" leben und ohne "Kontakt" - und sogar Vermutung ueber Staemme von welchen nur Hinweise bekannt sind. Noch immer ziehen "Expeditionen" der brasilianischen FUNAI durch die Urwaelder um die Territorien und Wandergebiete der unbekannten Staemme in die Landkarten einzufassen. Staemme welche keinen Kontakt wuenschen werden respektiert und kein Kontakt wird erzwungen. Die folgenden Saetze koennen im Internet zu viel Information leiten: "list of native languages of the americas" -"fundacao nacional do indio" - "american indian tribal territory" - "list of native american nations" - "american museum of indians".

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