Sprungmarken: Inhalt, Navigation.
Suchen auf neues-deutschland.de:

Erweiterte Suche

Von Uta Herrmann 14.06.2010 / Berlin / Brandenburg

Heimat und russische Seele

Über 100 000 Besucher bei den 4. Deutsch-Russischen Festtagen vom 11. bis 13. Juni in Karlshorst

Kulinarisches und Kultur: Ludmila Rumina und Rusy (oben) und Kav
Kaviarverkauf auf dem Deutsch-Russischen Volksfest Foto: Uta Herrmann

»Ein wenig Heimat und die russische Seele« findet hier die Russin Maria Scholz, die vor zehn Jahren aus Wolgograd nach Berlin kam. Glücklich sang sie die Lieder der Folkloresängerin Ludmila Rumina und ihres Ensembles Rusy mit. Schon zum dritten Mal besuchte sie mit ihrem deutschen Ehemann, Tochter und Schwiegereltern die Deutsch-Russischen Festtage von Freitag bis Sonntag in Karlshorst. Sie ist von der 2005 entstandenen Idee dieser Tage sehr angetan. Wenn tausende Deutsche und Russen gemeinsam »Kalinka« singen, weiß man, hier treffen sich Freunde.

Über 100 000 große und kleine Besucher ließen sich von dem Programm auf das Gelände rund um die Trabrennbahn Karlshorst locken. Ob nun Rockklänge von der Münchener Freiheit oder Gorod 312, Jazztöne beim Eddie-Rosner-Jazzfestival oder Lieder des Kirchenchores aus Odinzovo in Begleitung eines wunderbaren Glockenspiels, russische Lyrik und Folklore, Pferderennen und Schachwettkämpfe sowie viele klassische kulinarische Köstlichkeiten von Pelmeni über Kaviar und Wodka bis zu Kwas oder Moskauer Eis – all das und noch mehr macht den Charme dieses einzigartigen Berliner Volksfestes aus. »Das Herz der deutsch-russischen Beziehungen schlug an diesem Wochenende in Berlin-Karlshorst«, resümierte Veranstalter Steffen Schwarz.

»In Berlin gibt es deutsch-amerikanische und deutsch-französische Tage. Warum nicht auch deutsch-russische Tage bei uns in Karlshorst, wo 1945 der Sieg über den Faschismus besiegelt wurde?«, hatte sich vor Jahren die gastgebende Bezirksbürgermeisterin von Lichtenberg Christina Emmrich (LINKE) gefragt, wie sie erzählte. So sei sie zu einer der Initiatoren geworden. Der Verein Deutsch-Russische Festtage e.V. wurde gegründet, und von Jahr zu Jahr kommen neue Mitgestalter hinzu. Stolz ist Emmrich, »dass wir so viele niveauvolle Künstler vorstellen, aber auch Sport, Bildung und Literatur anbieten können«. Einiges kommt dabei aus dem eigenen Bezirk, wie auf einer »Lichtenberger Reise zu Orten russischen Lebens« zu erfahren war.

»Die 5. Festtage wird es geben, da bin ich ganz sicher«, meint die Bezirksbürgermeisterin. Ob die Gymnasiastin Nataliya Lanina mit ihrer Freundin dazu wieder aus Hamburg anreisen wird? In diesem Jahr zählte sie zu den 1. Preisträgern des Literaturwettbewerbs zu Ehren Anton Tschechows. Sponsoren und Partner, die freien Eintritt zu den Festtagen inklusive der Konzerte ermöglichen, wie die Stiftung Russkij Mir, die HOWOGE oder die Stadt Moskau, haben ihre weitere Unterstützung zugesagt. Ein neuer Wettbewerb ist auch schon ausgeschrieben. Unter dem Motto »Freunde nicht nur hier und jetzt« können bis 11. Mai 2011 Fotos aller Festtage und des einstigen deutsch-sowjetischen Drushba-Festes eingereicht werden.

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Kommentare zu diesem Artikel

Kommentar schreiben (Login erforderlich)
Sprungmarken: Seitenanfang, Navigation.

Ihre Meinung zu diesem Artikel

Frisch gebloggt
24.05.2012 | Katja Eichholz, David König und Olaf Präger

Änderungen in der nd-Community

Alle Blogs

Facebook
Twitter
Sie sind gefragt

Velothon 2012

nd stellt eine Mannschaft zusammen
nd-Probeabo

Jetzt »nd« testen

Hier Ihre kostenlose Leseprobe bestellen.
Sprungmarken: Seitenanfang, Navigation.
Sprungmarken: Seitenanfang, Navigation.

Werbung:

Werbung:

Sprungmarken: Seitenanfang.