»Stumme und passive Symbole«

Europäischer Menschenrechtsgerichtshof verhandelt über Kruzifixe in öffentlichen Schulen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat am Mittwoch erneut geprüft, ob Kruzifixe in öffentlichen Schulen gegen das Erziehungsrecht der Eltern und die Religionsfreiheit verstoßen. Die 17 Richter der Großen Kammer befassten sich mit der Beschwerde einer Mutter gegen Italien. Mit dem Urteil ist erst in einigen Monaten zu rechnen.

Öffentlicher Raum mit Kruzifixen: Im Museum von Oberammergau (Oberbayern)

Straßburg (AFP/dpa/epd/ND). Der Rechtsvertreter der Mutter, Nicolo Paoletti, machte geltend, Italien sei laut einer Entscheidung des Verfassungsgerichts ein laizistisches Land. Daher seien Kruzifixe seit 2001 aus den Gerichtssälen des Landes verbannt worden. Der italienische Staat müsse in Sachen Religion neutral bleiben, auch in den öffentlichen Schulen. Kinder, die dort mit einem Kruzifix konfrontiert seien, müssten aber daraus schließen, dass sich der Staat mit dem Christentum identifiziere. Die 11 und 13 Jahre alten Kinder der Klägerin, die zu Hause laizistisch erzogen würden, hätten sich wegen der Kruzifixe in der Schule ausgeschlossen gefühlt.

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