02.07.2010

Männer arbeiten für Export

Die Konjunkturhilfen der Bundesregierung haben vor allem Jobs männlicher Industriearbeiter gesichert. Sparprogramme dürften frauendominierte Branchen treffen. Die Politikwissenschaftlerin Gabriele Schambach hat im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung die Genderaspekte der Krisenhilfen untersucht.

Von Oktober 2008 bis Oktober 2009 sank die Zahl der Beschäftigten in der Industrie um 271 000. Im Gesundheitswesen, im Erziehungs- und Bildungsbereich, in der Gastronomie sowie in der öffentlichen Verwaltung sind rund 215 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte hinzugekommen – oft Frauen und oft in Teilzeit. An der geschlechtsspezifischen Aufteilung des Arbeitsmarktes – hier männerdominierte Industriearbeit, überwiegend in Vollzeit und oft relativ gut bezahlt, dort Dienstleistungsbranchen mit hohem Frauen- und Teilzeitanteil und meist niedrigeren Löhnen – habe sich nichts geändert.

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