Christian Kunz und Wolfgang Müller, dpa 03.07.2010 / Sport

Elfmeter-Drama: Uruguay zerstört Ghanas Halbfinaltraum

Unglaubliche Dramatik zuvor in der Nachspielzeit der Verlängerung

Johannesburg (dpa/SID) - Die »Black Stars« sind verglüht: Dank seiner Nervenstärke vom Punkt und Elfmeter-Killer Fernando Muslera hat Uruguay erstmals seit 40 Jahren wieder ein WM-Halbfinale erreicht und die Hoffnungen ganz Afrikas zerstört. Während die »Himmelblauen« ihre Renaissance auf der Weltbühne des Fußballs mit dem 4:2-Sieg im Elfmeterschießen fortsetzten, schied Ghana als letzter Teilnehmer des Gastgeber-Kontinents aus. Auf das erste Team in einem WM-Semifinale muss Afrika damit weiter warten. Uruguay trifft in der Vorschlussrunde am kommenden Dienstag auf die Niederlande. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 (1:1, 1:0) gestanden. Vor 84 017 Zuschauern im Soccer City-Stadium von Johannesburg war Ghana durch Sulley Muntari (45.+2) fast mit dem Halbzeitpfiff in Führung gegangen. Diego Forlan (55.) glich mit einem direkten Freistoß aus. »Ich bin am Ende. Was für ein Spiel. Es ist unglaublich«, stammelte Forlan. In der Nachspielzeit der Verlängerung überschlugen sich die Ereignisse, als Luis Suarez nach einem Handspiel auf der Torlinie Rot sah, Asamoah Gyan den fälligen Elfmeter jedoch an die Latte knallte. Der Stürmer von Stade Rennes hatte in der Vorrunde gegen Serbien und Australien zwei Mal vom Punkt getroffen. Im Elfmeterschießen avancierte Uruguays Torhüter Muslera zum Helden, als er die Schüsse von John Mensah und Dominic Adiyiah abwehrte. »Ich bin stolz auf das Team. Jetzt werden wir erst mal feiern und dann wollen wir die Holländer schlagen. Wir haben nicht gut gespielt, aber der Sieg war verdient. Ich bin sprachlos«, meinte Uruguays Trainer Oscar Tabarez. Und Sebastian Abreu, der den letzten Elfmeter verwandelte, jubelte: »Wir haben Geschichte geschrieben.

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