07.07.2010

»Urlaubsgeld« von der Krankenkasse

PKV

Mitte des Jahres bekommen viele privat Krankenversicherte Geld von ihrer Versicherung überwiesen.

Wer wann wie viel erhält, darüber informiert das Berliner Pressebüro.

Vier Bedingungen müssen dafür erfüllt sein:

Erstens: In ihren Verträgen muss der Anspruch auf Beitragsrückerstattung vereinbart sein.

Zweitens: Sie haben im zurückliegenden Jahr keine Rechnungen an den Versicherer eingereicht.

Drittens: Sie dürfen am 30. Juni keine Beitragsschulden gehabt haben.

Viertens: Sie müssen immer noch in ihrem Tarif privat versichert sein.

Hier gibt es aber Ausnahmen. Denn gezahlt wird auch an jene, deren Privatversicherung vor dem 30. Juni endet, weil sie etwa von der Selbstständigkeit in ein Angestelltenverhältnis wechselten und gesetzlich pflichtversichert werden. Auch wenn ein Versicherter vor dem Auszahlungstermin stirbt, geht das Geld an die Hinterbliebenen.

Je nach Anzahl der rechnungsfreien Jahre können bis zu sechs Monatsbeiträge zurück überwiesen werden. Lediglich die Anteile für die Alterungsrückstellungen werden nicht ausgezahlt.

Besonders lukrativ ist das für privat versicherte Arbeitnehmer. Denn sie erhalten nicht nur ihren eigenen Anteil, sondern auch den Zuschuss des Arbeitgebers aufs Konto. Dieser Zuschuss muss an den Arbeitgeber nicht zurückgezahlt werden.

Wer also sechs volle Monatsbeiträge abzüglich der Alterungsrückstellungen zurück erhält, praktisch aber nur die Hälfte selbst gezahlt hat, war demzufolge im vergangenen Jahr beitragsfrei privat krankenversichert. Eines sollte man allerdings berücksichtigen: Weil die Rückzahlung für das Jahr 2009 in das Jahr 2010 fällt, wirkt sich das steuerlich entsprechend aus. Abgesehen davon dürfte aber das »Urlaubsgeld« von der Krankenversicherung sehr willkommen sein.