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Andreas und Marcel haben schon Karten und dafür ihr studentisches Budget gesprengt. Sie waren nach den letzten Semesterprüfungen aus Großbritannien zum Viertelfinale nach Kapstadt gereist. »Halbfinale in Durban können wir uns eigentlich nicht leisten. Aber wenn wir in fünf Jahren zurückschauen würden, müssten wir uns vorwerfen, wegen ein paar hundert Euro nicht die Halbfinalchance wahrgenommen zu haben. Also haben wir kurz entschlossen gebucht«, erzählt der Student, der Durban schon von einem früheren Aufenthalt kennt.
Das Neue Deutschland kannte der Mittzwanziger freilich so wenig wie die meisten anderen Fans, für die die Wiedervereinigung oft eine Kindheitserinnerung ist. Eine Ausnahme ist der Enddreißiger Marko aus Ostberlin. »Ach, ND, ich hab zwar fast nur das Sportecho gelesen, aber das ND kenne ich selbstverständlich.« Über 20 Spiele hat er schon live gesehen. Direkt nach dem Halbfinale in Kapstadt wollte er mit einem Freund per Mietwagen die 1600 Kilometer nach Durban in Angriff nehmen. Dort kennen ND alle, denn es findet sich auf jedem einheimischen Autoschild und steht für Natal Durban.
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Unser Autor (ND-Foto: Burkhard Lange) ist Experte für Afrika, Lateinamerika und Entwicklungspolitik. Auf den Sportseiten des ND schreibt er über spanischen und lateinamerikanischen Fußball.
Aktuelle Ausgabe: 25.05.2012
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