Dieter Hanisch, Kiel 10.07.2010 / Inland

Mediziner-Ausbildung in Lübeck bleibt erhalten

Mit einer Finanzierungszusage rettet der Bund seine schwarz-gelbe Landesregierung aus der Klemme

Die Universität in Lübeck wird ihre medizinische Fakultät behalten. Diese Zusage gab es am Donnerstagabend aus dem Bildungsministerium in Berlin. Mit einem Umbuchungstrick entlastet der Bund das eigentlich verantwortliche Land bei den Hochschulkosten.

Das Wasser stand der nur über eine Stimme Mehrheit verfügenden schwarz-gelben Landesregierung in Schleswig-Holstein bis zum Hals, nur ein Rettungsring von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) konnte noch hel-fen – so lässt sich das Szenario beschreiben, dank dem die Regierung von Peter Harry Carstensen (CDU) nun doch eine eigene Mehrheit für ihr Millionen-Sparprogramm zu bekommen scheint. Sieben Wochen lang sahen sich Carstensen und Co. einem massiven Druck ausgesetzt, weil sie die medizinische Fakultät der Universität Lübeck einsparen wollten. Dem Widerstand schlossen sich selbst einzelne Fraktionsmitglieder aus Union und FDP an, die erklärten, sie würden sich bei einem Festhalten an den Lübeck-Plänen gegen ihre Regierung stellen.

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