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Von Ingolf Bossenz 13.07.2010 / Kommentar
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Schmutziger Krieg

Während der Hype um das prophetische Potenzial des Kraken Paul das Infantilitätsbedürfnis in Sachen Mensch-Tier-Verhältnis bedient, kommt von Down Under eine veritable Kriegserklärung: Bei Auseinandersetzungen zwischen Waljägern und Tierschützern könnte es bald Tote geben, sagte der in Japan verurteilte und nach Neuseeland abgeschobene Waljagdgegner Peter Bethune am Montag in Wellington. Der Konflikt mit den japanischen Waljägern sei zu einem »schmutzigen Krieg« ausgeartet. Und es mangele nicht an Aktivisten, die ihr Leben für die Tiere aufs Spiel setzen wollten. Diese heroische Pathetik dürfte selbst bei Menschen auf Sympathie treffen, deren Einsatz für Tiere ansonsten eher verhalten ist. Gelten doch Wale infolge sakral-ideologischer Überhöhung mittlerweile als quasi-religiös konnotierte Wesen, deren Rettung und Bewahrung mit der Abwendung der ökologischen Apokalypse untrennbar verbunden ist. Ihr Verzehr ist in den meisten Staaten tabu. Im Unterschied zu Schweinen. Zugegeben, diese sind weniger imposant und ihre »Gesänge« eignen sich auch nur bedingt zum Meditieren. Sie sind aber kaum weniger intelligent als die Meeressäuger und vor allem ebenso leidensfähig. Im vergangenen Jahr starben allein in Deutschland 56 Millionen. Von einem »schmutzigen Krieg« war bislang nicht die Rede.

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1 Kommentar zu diesem Artikel

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  • fuerTiere, 16. Jul 2010 15:37

    Durch Jahrzehnte lang andauernden Walfang

    wurden viele Wal- und Delfinarten an den Rand der Ausrottung gebracht. Auch heute sind diese faszinierenden Meeressäuger immer noch der Bejagung und zusätzlichen Belastungen ausgesetzt. Meeresverschmutzung, durch Boote und Unterwasserbohrungen verursachter Lärm, Verlust ihres Lebensraumes, Beifang in Fischnetzen und die globale Erwärmung, die unsere Meere verändert, sind einige der vom Menschen verursachten Bedrohungen.

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