Anton Latzo 15.07.2010 / Ausland

Rumänien hat wieder eine KP

Sozialistische Allianzpartei benannte sich um

Nach 20 Jahren des Verbots ist auf Rumäniens politischer Bühne wieder eine KP erschienen. Anfang Juli benannte sich die Sozialistische Allianzpartei (PAS) auf einem außerordentlichen Parteitag in Rumänische Kommunistische Partei (PCR) um. Von 534 Delegierten enthielten sich bei diesem Beschluss nur zwei der Stimme.

Die Geschichte der neuen Kommunistischen Partei ist wechselhaft. Nach dem KP-Verbot hatte Ilie Verdet, 1979 bis 1982 Ministerpräsident der Sozialistischen Republik Rumänien, 1990 die Sozialistische Partei der Arbeit (PSM) gegründet, die bis Mitte der 90er Jahre im Parlament vertreten war. Die Sozialdemokraten (heute PSD) des damaligen Präsidenten Ion Iliescu betrachteten die PSM stets als Konkurrenz, die sie auszuschalten trachteten. Ein großer Teil der PSM-Führung – Verdet, der die Partei bis 1999 leitete, war 2001 verstorben – ließ sich denn auch im Jahre 2003 von der PSD abwerben und mit lukrativen Posten belohnen. Die Mehrheit der Mitgliedschaft folgte diesen Funktionären jedoch nicht, musste der Partei aber einen neuen Namen geben, da die Überläufer den Namen PSM »mitgenommen« hatten.

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