Brasiliens Präsident Lula da Silva preist Agrotreibstoffe gerne als probates Mittel gegen Armut und Klimawandel. Nun will er ausgerechnet mit
der Europäischen Union eine »Allianz gegen die Armut in Afrika und Lateinamerika« schmieden. Erstes Versuchskaninchen ist Mosambik. Eine Erklärung über die »nachhaltige Entwicklung von Bioenergie« in dem Staat im südöstlichen Afrika wurde gerade in Brasília unterzeichnet. Zucker- und Ethanolmultis aus Brasilien könnten durch die Produktion in Mosambik die hohen EU-Importzölle umgehen, die für Agrargüter aus Südamerika gelten. Nach demselben Muster verschaffen sie sich bereits auf dem Umweg über die Karibik und Zentralamerika Zugang zum US-Markt.
Die EU könnte auf weitere Lieferanten für billigen Agrotreibstoff zurückgreifen. Schließlich soll in der EU bis 2020 ein Fünftel der Energie aus erneuerbaren Quellen gewonnen werden, im Transportbereich ein Zehntel. In einer Studie über den Anbau der Ölpflanze Jatropha in Mosambik weist die Umweltorganisation Friends of the Earth nach, wie undemokratisch der Agrosprit-Boom für den Export nach Europa schon jetzt durchgesetzt wird. Auch die Ökobilanz fällt negativ aus.
Lula kennt die Einwände bestens: Am Rande des Weltsozialforum 2009 hatten ihn Aktivisten aus aller Welt ausdrücklich auf die Gefahren eines brasilianischen Agrarkolonialismus hingewiesen. Auch in Brasilien werden durch die Ausweitung des Zuckerrohranbaus Kleinbauern und Indigene von ihrem Land verdrängt. Von der Agrodieselproduktion profitieren nicht wie angekündigt Familienbetriebe, sondern vor allem große Sojakonzerne. In Afrika dürften die Verheerungen noch größer werden. Die Zeche dürften Millionen afrikanische Kleinbauern bezahlen.
In der Meinung der katholische Kirche macht der linke Praesident Lula von Brasilien alles falsch, genau so wie der linke Praesident Evo Morales in Bolivien, genau so wie der linke Praesident Rafael Correa in Ecuador, und besonders der "sozialistische" Praesident Hugo Chavez in Venezuela. Alle diese "Linken" entwickeln die nationale Wirtschaft , versuchen ihre Nationen ohne Einmischung von USA, England, Deutschland, Oestreich und den Vatikan zu entwickeln, verteidigen die Nationen gegen von "Fremden" verfuehrte Separatisten welche die Rassen und Ethnien gegenseitig aufhetzen. Die katholische Kirche in Brasilien ist gegen die Schwangerschaftverhuetung - aus "ethnischen Gruenden" trotz den grotesken Priesterskandalen, ist gegen die erfolgreiche Sozialprogramme welche die Armut dramatisch veringert hat - weil das "Abhaengigkeit" erzeugt, - ist gegen die Entwicklung der Landwirtschaft und der Wirtschaft - weil Menschen mit Einkommen dann Bildung bekommen und vom Aberglauben abkommen: Arme und Ungebildete sind mehr fuer den Segen der katholischen Priester empfaenglich! Deshalb "wirken" eine Anzahl von "merkwuerdige freien Schriftstellern" in Lateinamerika - welche geschickt - jedes Thema zur Verleumdung der linken Praesidenten - fuer die Leser in Europa uebermitteln - immer als Menschenrechtler und Umweltschuetzer getarnt, aber manchmal doch einen seltenen Artikel welcher tadelos "sozialistisch" ist - um nicht vollkommen aufzufallen. Aber wer Zeit hat und die Berichte dieser "freien Schriftsteller" alle analysiert wird klar feststellen: In jeden Artikel muss einmal der linke Praesident als das Problem erwaehnt werden! Die katholische Kirche in Lateinamerika ist wie schon seit 500 Jahren die ewige Last der Menschen und versucht durch eine Anzahl von "freien Schriftstellern" die linken Praesidenten in Lateinamerika in Europa zu verleumden. Dieser Bericht von diesen "freien Schriftsteller" soll entsprechen verstanden werden!
Aktuelle Ausgabe: 25.05.2012
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