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IWF erlässt Haiti die Schulden

Hilfen gelangen weiter nur spärlich in das Land

Washington (epd/dpa/ND). Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Haiti Schulden von rund 268 Millionen US-Dollar erlassen. Damit sei der Karibikstaat dem IWF gegenüber frei von Altschulden, teilte die Institution am Mittwoch (Ortszeit) in Washington mit.

Darüber hinaus gewährte der IWF dem armen Land einen Kredit von 60 Millionen Dollar in drei Jahren, der bis Ende 2011 zinsfrei sei. Damit solle der Wiederaufbau nach dem verheerenden Erdbeben vom 12. Januar dieses Jahres unterstützt werden. Bei dem Erdbeben waren rund 230 000 Menschen ums Leben gekommen, ein Großteil der Infrastruktur des Landes wurde zerstört.

Unterdessen sind nur zehn Prozent der versprochenen fünf Milliarden Euro Hilfen für Erdbebenopfer in Haiti bisher vor Ort angekommen. Das sagte die UNESCO-Sonderbotschafterin Ute-Henriette Ohoven nach einem Besuch des Landes. Sie bezeichnete die Zustände in den Zeltstädten als »katastrophal«. »Dort leben bis zu 12 000 Menschen an einem einzigen Platz, darunter viele Kinder.« Wie die Stiftung UNESCO in Düsseldorf mitteilte, leben drei Millionen Menschen in Zelten unter menschenunwürdigen Bedingungen.

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24.05.2012 | Katja Eichholz, David König und Olaf Präger

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