Roland Etzel 24.07.2010 / Ausland

Zwei nahöstliche Vordenker

Menachem Klein und Sari Nusseibeh: Zwei-Staaten-Lösung oder nicht?

Mehr als 60 Jahre dauert der Nahostkonflikt. Um die Chancen auf eine einvernehmliche Lösung zwischen Israel und den Palästinensern steht es derzeit nicht gut. Warum das so ist und was sie selbst vorschlagen – darüber unterhielten sich gestern bei einem Podiumsgespräch der Berliner Rosa-Luxemburg-Stiftung zwei Professoren – der eine aus Israel, der andere aus Palästina.

Sari Nusseibeh und Menachem Klein ND-
»Zwei Staaten – eine Lösung?« war die Veranstaltung überschrieben, doch obwohl die Protagonisten des Abends dazu unterschiedliche Ansichten äußerten, bekämpften sie sich in ihren Plädoyers nicht, im Gegenteil. Beide Wissenschaftler schienen innerlich verbunden durch die tiefe Sorge um die Zukunft nicht nur des eigenen Volkes. So entschuldigte sich Sari Nusseibeh, Rektor der palästinensischen Al-Quds-Universität, augenzwinkernd, dass es ihm durchaus schwerfalle, seinem Gegenüber zu widersprechen. Dieser – Menachem Klein (58), in Israel geboren und Politikwissenschaftler an der Tel Aviver Bar-Ilan-Universität – formulierte freundlich, aber messerscharf: »Einen Staat haben wir bereits: In ihm befindet sich eine jüdische Ethnie, die eine palästinensische regiert. Die Frage ist also, wie wir vom momentanen jüdischen Ethno-Regime zu einer Zwei-Staaten-Lösung kommen.« Alle Politiker, die in den Nahen Osten kämen, Lösungswege vorschlügen, dabei aber das »jüdische Ethno-Regime« als Grundproblem übersähen, müssten folglich scheitern.

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