Die schwarzen Blitzer im Autobahntunnel Britz sind im Dauereinsatz: Seit ihrer Installierung im Mai erwischen sie im Durchschnitt täglich etwa 1400 Raser. Was umso beachtlicher ist, weil sich die längste Autoröhre der Stadt eher zu einer Geschwindigkeitsbremse entwickelt hat. Immer häufiger muss der Verkehr hier eingeschränkt oder ganz unterbrochen werden. Im vergangenen Jahr war das immerhin an 173 Tagen der Fall. 56 Mal musste sie sogar gesperrt werden, 21 Mal davon wegen zu hohen Verkehrsaufkommens, wie Verkehrsstaatssekretärin Maria Krautzberger auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Claudia Hämmerling mitteilte. Vor der Eröffnung des letzten Abschnitts der A 113 nach Schönefeld gab es lediglich insgesamt zwölf Sperrungen.
Ein kleiner Hinweis darauf, was passiert, wenn die A 100 nach Treptow verlängert wird. Denn dann dürfte noch mehr Verkehr durch den Britzer Tunnel rollen. Folge: Wegen Staugefahr wird er noch häufiger gesperrt, die Autos müssen sich durch angrenzende Stadtstraßen quälen, die ja gerade durch die Autobahn entlastet werden sollten.
Für die Disziplinierung der Autofahrer hätte das vielleicht eine segensreiche Wirkung: Bleifußpiloten kämen dann nicht mehr auf ihre Kosten, allerdings auch nicht der Finanzsenator.
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