Berlin (AFP/ND). Die Atombranche fordert unbegrenzte Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke. »Lasst die Anlagen so lange laufen, wie sie sicher sind und ihren Beitrag liefern«, sagte der Präsident des Deutschen Atomforums, Ralf Güldner, der »Süddeutschen Zeitung«. Das Abschalten wirtschaftlicher Kraftwerke gefährdet nach Ansicht Güldners die Versorgungssicherheit. Noch im Herbst müsse der Beschluss über verlängerte Laufzeiten fallen, forderte er. »Das ist für einige Anlagen die letzte Chance.« Bislang ist die Laufzeit der Atommeiler rein rechnerisch auf 32 Jahre begrenzt. Güldners Forderung liefe auf Gesamtlaufzeiten von rund 60 Jahren hinaus. Das Atomforum ist die wichtigste Lobbyorganisation der Branche, es wird maßgeblich von den vier AKW-Betreiberkonzernen E.on, RWE, Vattenfall Europe und EnBW getragen.
Ende September will die Regierung ihr Energiekonzept vorstellen, das auch die Frage der Laufzeitverlängerung regelt. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) traf sich dazu am Donnerstag in Bonn mit seinen Länderkollegen. NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) zeigte sich nach dem Treffen enttäuscht von den energiepolitischen Vorstellungen der Bundesregierung und kündigte an, alle rechtlichen Möglichkeiten zur Verhinderung der Laufzeitverlängerung zu nutzen.
Das ND hat den Hintergrund des Rückzugs von Kasdorf übersehen
Die Opfer eines deutschen Offiziers in der Nacht des Ramadan vom 3. zum 4. September 2009.
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