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Von Steffen Schmidt
04.08.2010

Stromprofit mit Wucherpreisen

Studie: Energiekonzerne kassieren in diesem Jahr rund eine Milliarde zu viel ab

Stromkunden der großen Energieversorger in Deutschland zahlen allein in diesem Jahr rund eine Milliarde zuviel, weil die Konzerne Preissenkungen an der Leipziger Strombörse EEX nur an große Industriekunden weitergeben. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die von der grünen Bundestagsfraktion in Auftrag gegeben worden war.

Zum 1. August hatte der RWE-Konzern für zwei Millionen Kunden den Preis um mehr als 7 Prozent erhöht. Begründung: gestiegene Beschaffungskosten. Doch anstatt erhöhter Einkaufspreise ergibt eine Untersuchung des Leverkusener Energieexperten Gunnar Harms, dass eigentlich eine Preissenkung von 0,8 Cent pro Kilowattstunde angemessen gewesen wäre.

Seit 2008 sind die Großhandelspreise beim Strom um mehr als 30 Prozent gesunken. Gleichzeitig sind die Kosten für die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen nur geringfügig gestiegen. Doch die Abwärtsbewegung der Preise an der Strombörse reflektiert sich in der Praxis nur bei jenen Gewerbekunden, die mehr als 125 000 Kilowattstunden im Jahr abnehmen. Dagegen sind die Preise für Haushalte im gleichen Zeitraum wiederholt erhöht worden. Das Gutachten räumt zwar ein, dass der Strom für Haushalte und kleine Betriebe auf Grund gut kalkulierbaren Verbrauchsverhaltens und stabiler Abnahme langfristig eingekauft wird, so dass sich kurzfristige Preisveränderungen an der Strombörse in den Endkundenpreisen nicht widerspiegeln müssten. Doch da es seit 2009 keinen Anstieg der Preise am Terminmarkt gab, hätten auch bei Kleinkunden die Preise sinken müssen. Die Studie verweist zudem darauf, dass die Energieerzeuger die Mehrkosten durch zeitweilige Überkapazitäten fast ausschließlich auf die Haushaltskunden abwälzen.

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Bärbel Höhn kritisiert deshalb: »Es ist nicht hinnehmbar, dass der Wettbewerb auf dem deutschen Strommarkt immer noch nicht funktioniert. Die Zeche zahlt der Verbraucher. Die stark gesunkenen Einkaufspreise an der Börse müssen endlich von den Energieversorgern an die Kunden weiter gegeben werden.« Offenbar – so die Politikerin – rächt sich hier auch die geringe Wechselbereitschaft der Stromkunden. Doch auch die Politik sieht Höhn in der Pflicht. Angesichts der faktischen Monopolstellung von RWE, E.on, Vattenfall und EnBW als Stromerzeuger müsse der Gesetzgeber die Konzerne zum Verkauf von Kraftwerkskapazitäten anhalten.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) wies die Aussagen der Studie zurück, wonach die Strompreise schon in diesem Jahr hätten sinken müssen. Den Großteil des Stroms, der an private Endverbraucher verkauft werde, beschafften sich die Unternehmen »bis zu drei Jahre« im Voraus, erklärte der Verband. Der Autor der Studie spricht dagegen unter Berufung auf BDEW-Angaben von 18 Monaten.

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