Caroline M. Buck 26.08.2010 / Kino und Film

Das Wunderkind und der Jüngling

Ich & Orson Welles - von Richard Linklater

Mit seinem ausschließlich schwarz besetzten Voodoo-»Macbeth« hatte Orson Welles Furore gemacht, 1936 in Harlem. Da war er zwanzig. Mit »Caesar« brachte Welles im November 1937 einen weiteren Shakespeare auf die Bühne und setzte gleich wieder Maßstäbe, diesmal direkt am Broadway. In zeitgenössischen Anzügen und faschistischen Uniformen, mit einem Minimum an Ausstattung und einer Lichtregie, die an die Selbstinszenierung europäischer Diktatoren erinnerte – dieser Julius Cäsar hatte mehr von Mussolini als von einem römischen Imperator des klassischen Altertums. Und kurz war das Stück unter Welles' Regie auch, kaum länger als der durchschnittliche Kinofilm der Zeit.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: