Die geplante Polizeireform sorgt in Brandenburg immer wieder für neuen Streit. Rund 2000 Polizeistellen sollen bis 2020 eingespart und die Anzahl der Wachen soll ebenfalls reduziert werden. Der Grund, so heißt es, seien einerseits finanzielle Einsparungen und andererseits nehme auch die Bevölkerungszahl in Brandenburg ab – es würden also weniger Polizisten benötigt. Um so brisanter erscheint die Antwort von Innenminister Rainer Speer (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage: Demnach gibt es zur Zeit fast 600 Einwohner, die im Land regelmäßig auf Streife gehen und zwar als ehrenamtliche Sicherheitspartner.
Sicher, die sogenannten Partnerschaften sind nicht neu. Sie wurden bereits 1995 eingeführt. Und ja, ihre Zahl ist auch in den vergangenen Jahren gesunken. Trotzdem bleibt die Frage, warum Stellen gestrichen werden sollen, während gleichzeitig 600 Menschen unbezahlt Polizeiarbeit übernehmen.
Wenn die Angst der Bevölkerung mit der Schließung der Wachen zusätzlich wächst, wie die CDU prophezeit, könnte vermutlich auch der Drang nach Selbstjustiz zunehmen. Da kann einem wirklich nur Angst und Bange werden.
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