Hendrik Lasch, Naumburg 01.09.2010 / Inland

An der Grenze zum Rufmord

Angriff auf 17-jährigen Juden in Laucha: Täter verteidigt sich mit Vorwurf gegen Opfer

Ein bekannter Rechter schlug und beleidigte im April in Laucha einen jüdischen Jungen. Dafür wurde er nun verurteilt – trotz einer Verteidigungsstrategie, die an Rufmord grenzte.

Erfindet ein angetrunkener Schläger neue Begriffe? Als »Drogenschwein« will Alexander P. sein Opfer bezeichnet haben, während er an einem Freitagabend im April an einer Bushaltestelle in Laucha auf ihn einschlug: zuerst mit der Faust ins Gesicht, dann, nachdem er ihn zu Boden geworfen und eingekeilt hatte, auf Rücken und Hinterkopf. »Drogenschwein« – eine unschöne, vor allem aber ungebräuchliche Beleidigung. Ein Wort, das viele Beobachter im Prozess gegen P. noch nie gehört haben.

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