Kurt Schneider 04.09.2010 / Geschichte

Der nicht beschlossene Beitritt

Vor 20 Jahren: Hektik und Nervosität im Einigungsprozess nehmen zu, inklusive Pannen

Im August/September 1990 überschlagen sich die Ereignisse. Am 15. August demonstrieren vor der Volkskammer und auf dem Alexanderplatz in Berlin rund 250 000 Bauern gegen den drohenden Zusammenbruch der DDR-Landwirtschaft. Am 16. August wird Finanzminister Romberg durch DDR-Ministerpräsident Lothar de Maizière wegen unüberbrückbarer Meinungsverschiedenheiten in der Frage der Finanzierung der deutschen Einheit entlassen. Am 19. August folgt der Austritt der SPD aus der Großen Koalition. Die Liberalen haben bereits am 24. Juni ihre Unterstützung (jedoch nicht ihre Minister) der Regierung entzogen. Die »Allianz für Deutschland« regiert die verbleibenden sieben Wochen allein und besetzt die Ministerien doppelt. Am 20. August tritt der Treuhandchef Reiner Maria Gohlke zurück, da die Privatisierung der DDR-Staatsbetriebe viel komplizierter und langwieriger sei, als von der Politik angenommen. Nachfolger wird Detlev Karsten Rohwedder.

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