Markus Bernhardt, Dortmund 06.09.2010 / Inland

Reinfall für »autonome Nationalisten«

Etwa 15 000 Menschen protestierten gegen Nazi-Gedenkmarsch in Dortmund

In letzter Minute wurde der »Nationale Antikriegstag« genehmigt. Etwa 15 000 Menschen stellten sich den Nazis in den Weg, hunderte blockierten den Dortmunder Hauptbahnhof.

Ganz anders als ursprünglich von den neofaschistischen »Autonomen Nationalisten« geplant, verlief am Sonnabend ein von den Rechten ausgerufener »Nationaler Antikriegstag« in Dortmund. Der nach dem sogenannten Trauermarsch in Dresden größte rechte Event in der Bundesrepublik war am Donnerstag überraschend von der Polizei verboten worden. Die Beamten hatten im Rahmen einer am Mittwoch bei einem 19-jährigen Aachener Neonazi durchgeführten Hausdurchsuchung Sprengsätze gefunden. Der junge Mann soll über ausgeprägte Kontakte zu Dortmunder Rechtsextremen verfügen und sich in der vergangenen Woche an Angriffen auf die linksalternative Szene-Kneipe »Hirsch Q« beteiligt haben. Diese Erkenntnisse hatten bei der Polizei zu einem Umdenken und dem daraus resultierenden Verbot geführt. Zwar hob das Bundesverfassungsgericht das Versammlungsverbot am Samstagvormittag per Eilentscheid auf. Die Rechtextremisten durften jedoch nicht – wie ursprünglich geplant – durch die nördlichen Innenstadt marschieren, sondern einzig eine Standkundgebung am Hafen abhalten.

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