Karlen Vesper 15.09.2010 / Kultur

Die Gegenspionage war toll

Werner Stiller alias Peter Fischer stellte sein neues Buch vor

Der Verlag Ch. Links konnte sich regen Presseinteresses gewiss sein, als er gestern in sein Domizil in der Berliner Kulturbrauerei zur Vorstellung des zweiten Buches von HVA-Überläufer Werner Stiller »Der Agent. Mein Leben in drei Geheimdiensten« (252 S., geb., 19,90 €) lud. Auch ND war mit von der Partie.

Nein, daran könne er sich nicht mehr erinnern. ND wollte in eigener Sache etwas klären. Anfang der 90er Jahre hatte das Blatt ein Interviewangebot erhalten und angenommen. Werner Stiller wollte das Gespräch aber nicht im Haus des vormaligen Zentralorgans führen; es schien ihm wohl noch zu gefährlich. Sein Vorschlag für das Treffen ließ die Redakteurin schmunzeln: das Operncafé gegenüber der Humboldt Universität. Jeder Absolvent dieser Berliner Alma mater weiß, dass sich dort verpflichtete Kommilitonen mit ihren Führungsoffizieren trafen. Kurzum, Stiller war nicht am vereinbarten Ort zur vereinbarten Zeit. Nach acht Tassen Kaffee und zwei vergeudeten Stunden war klar: Er kommt nicht mehr. Vielleicht hatte der Kollege, der in letzter Minute mitwollte und nicht avisiert war, den Überläufer verschreckt, zu dessen Ergreifung angeblich Erich Mielke seinerzeit ein Kopfgeld von einer Million Mark ausgesetzt hatte und gegen den vorgeblich schon das Todesurteil gesprochen war. Mag sein, dass Stiller immer noch Rache fürchtete.

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