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Brandenburger Bauern werfen Vattenfall Raubbau vor

Sofortiger Rückzug aus der Braunkohleförderung in der Lausitz verlangt

Lennewitz (dpa/ND). Die Landwirte in Brandenburg fordern vom schwedischen Energiekonzern Vattenfall den sofortigen Rückzug aus dem Braunkohleabbau in der Lausitz. Die Unternehmenspolitik in dieser Region sei zerstörerisch und menschenverachtend, sagte der Vorstand des Bauernbunds Brandenburg, Christoph Schilka, am Sonntag. Vattenfall will heute konkrete Pläne zur Neuausrichtung des Unternehmens vorstellen. Dazu gehört Medienberichten zufolge ein möglicher Verkauf der Kohlekraftwerke in Deutschland und bei anderen Auslandstöchtern.

Schwedens Regierung als staatlicher Eigner hatte Vattenfall im Sommer angewiesen, auch im Ausland statt klimaschädlicher Kohlekraftwerke den Ausbau erneuerbarer sowie klimaneutraler Energie in den Vordergrund zu stellen. Noch Mitte letzter Woche hatte der Konzern Berichte über einen bevorstehenden Rückzug aus dem Braunkohleabbau in der Lausitz allerdings dementiert. Vattenfall betreibt auch in Dänemark und Polen sowie in den Niederlanden Kohlekraftwerke. Unter anderem wegen der geringeren Erträge und der als überteuert geltenden Übernahme des niederländischen Nuon-Konzerns hatte die schwedische Regierung den früheren Konzernchef Lars G. Josefsson zum vorzeitigen Rücktritt gezwungen.

Schilka sagte, die Rückzugspläne seien auch ein Beleg dafür, dass der Widerstand Ostbrandenburgs gegen neue Tagebaue und die Speicherung von Kohlendioxid Wirkung zeige. Auch die einseitig auf Braunkohle ausgerichtete Energiepolitik der rot-roten Landesregierung sei gescheitert.

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24.05.2012 | Katja Eichholz, David König und Olaf Präger

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