Hans-Gerd Öfinger, Oliver Hilt, Reimar Paul und Ines Wallrodt 30.09.2010 / Inland

Bäcker, Bergleute, Bankblockierer

Demos, Streiks und Blockaden – Europaweiter Aktionstag gegen Sparpolitik der Regierungen / Die Proteste waren groß, vielfältig – und bunter als erwartet

Es war ein bunter Protest, der sich am Mittwoch in zahlreichen europäischen Städten lautstark Luft machte. Impressionen aus Brüssel, Berlin, Saarbrücken und Salzgitter.

BRÜSSEL. Konstantin Bezas aus Offenbach am Main hat sich einen Tag Urlaub genommen und ist schon um drei Uhr aufgestanden, um nach Brüssel zur Demonstration zu fahren. Der gebürtige Grieche und gelernte Bäcker ist einer von gut 100 000 Gewerkschaftern aus ganz Europa, die sich gegen 13 Uhr in einem langen bunten Zug vom Südbahnhof aus in Bewegung setzen. Er sucht im Getümmel die Abordnung der griechischen Gewerkschaften. »Die Konzerne wollen immer mehr. Ihnen ist egal, was uns passiert«, sagt Bezas: »Viele Scheinselbstständige und Leiharbeiter bekommen nur fünf Euro in der Stunde. Das nehmen die Politiker in Kauf, denn sie stecken alle unter einer Decke.«

Aus Darmstadt sind zehn ver.di-Aktivisten angereist, überwiegend Telekom-Mitarbeiter. Betriebsrat Rainer Keil, der schon viele Großveranstaltungen miterlebt hat, hatte sich von der Euro-Demo »Impulse für unsere Herbstaktionen« erhofft und zeigt sich angesichts der Fülle und Vielfalt beeindruckt: »Das sind mehr, als ich erwartet habe.« Sein Kollege Bernd Blümmel legt Wert auf Austausch mit Gewerkschaftern aus anderen Ländern, die gleichermaßen von Sparpaketen betroffen sind.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: