Martin Kröger 02.10.2010 / Inland

Garten im Schutz der Mauer

20 Jahre deutsche Einheit haben Spuren hinterlassen. Für viele brachte sie elementare Veränderungen, mancher erlebt sie eher aus der Ferne. In der heutigen Printausgabe stellen wir Menschen vor, die auf ganz unterschiedliche Weise mit der Einheit zu tun bekamen. Eine der Geschichten können Sie hier lesen.

MEHMET KALIN schuf mit seinem Vater Osman den einzigen anatolischen Gemüsegarten auf DDR-Gebiet – auf dem sie noch heute anbauen. ND-

500 Quadratmeter Deutsche Demokratische Republik. Direkt an der Berliner Mauer, aber auf der westlichen Seite lag der spitzwinklige Flecken Erde, den der türkische Zuwanderer Osman Kalin in den 80er Jahren täglich vom Fenster seiner Kreuzberger Wohnung am Bethaniendamm aus sehen konnte. Weder Ost noch West kümmerten sich. Niemandsland – vermüllt und verlassen. Bis Osman Kalin eines Tages im Jahr 1982 beschloss, einen Garten anzulegen: Kohl pflanzte der eben verrentete Türke an, Bohnen und Sonnenblumen. Erst auf ein paar Quadratmetern, dann wurde der Gemüsegarten immer größer – nach und nach okkupierte Kalin mit seinen Beeten den ganzen Osten jenseits der Mauer.

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