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08.10.2010

Deutscher Soldat getötet

Gysi: Bundeswehr muss raus aus Afghanistan

Berlin (dpa/ND). Erneut ist ein deutscher Soldat bei einem Selbstmordanschlag der Taliban getötet worden. Sechs Soldaten seien bei dem Anschlag in der Provinz Baghlan im Norden verwundet worden, davon zwei schwer, sagte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg am Donnerstag in Berlin. Die Soldaten hatten den Auftrag, eine Zufahrtsstraße zu sichern.

Zu Guttenberg sprach im Bundestag von einer sehr traurigen Nachricht am 9. Jahrestag des Kriegsbeginns in Afghanistan. »Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Soldaten und ihren Familien.« Der Minister verteidigte den Einsatz am Hindukusch. Es sei ein Einsatz, »der unserer Sicherheit dient und der in diesem Hause beschlossen wurde«. Damit sind bisher insgesamt 44 deutsche Soldaten am Hindukusch ums Leben gekommen.

Linksfraktionschef Gregor Gysi hat nach dem Anschlag erneut den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan gefordert. »Das tragische Ereignis am 9. Jahrestag des Beginns des Afghanistan-Krieges führt noch einmal vor Augen, dass der Krieg die Lage in Afghanistan um keinen Deut verbessert hat«, teilte Gysi am Donnerstag mit. »Noch nie wurden so viele ausländische Soldaten getötet und verletzt wie in diesem Jahr.« Gysi betonte: »Die Bundeswehr muss endlich raus aus Afghanistan.«

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