Jenny Becker 26.10.2010 / Inland

Heimatgefühl und Kopftuchmobbing

Was Menschen in der »Parallelgesellschaft« über Integration denken

Derzeit wird viel über Einwanderer geredet. Aber wenig mit ihnen. Was sagen sie zu der tobenden Integrationsdebatte? Ein Rundgang durch Berlin-Neukölln. Ein Bezirk, in dem Menschen aus über 160 Nationen zusammen leben – und der als Parallelgesellschaft verschrien ist.

Auf dem Neuköllner Markt ist Multikulti längst Alltag. ND-

Multikulti ist absolut gescheitert. Das meint zumindest die Bundeskanzlerin. Recht kann sie damit nicht haben, denke ich mir an diesem Morgen in Berlin-Neukölln. Es ist 8 Uhr, in der Bäckerei »Sultan Zwei« in der Sonnenallee ist fast ununterbrochen das zarte Klingeln des Windspiels über der Eingangstür zu hören. Es kündigt Kunden und kalte Herbstluft an, die hereinwehen. Die Menschen, die hier ein und ausgehen, sind so verschieden wie das Frühstücksangebot. Man kann hier »Soculu yumurta« essen – Knoblauchwurst mit Ei – oder Schrippen mit Marmelade. Während ich mein Schokocroissant in den Kaffee tunke, bedienen die beiden türkischen Frauen hinter dem Ladentisch freundlich ihre Kundschaft. Bauarbeiter, junge Frauen, Mütter mit Kopftuch. Sie wechseln dabei mühelos vom Deutschen ins Türkische, wenn jemand etwas auf Türkisch bestellt.

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