Osnabrück (epd/ND). Die Deutsche Polizeigewerkschaft hat die Atomkonzerne aufgefordert, sich an den Sicherheitskosten für den Castor-Transport nach Gorleben zu beteiligen. Es sei nicht hinnehmbar, dass die Atomindustrie jedes Jahr Milliardengewinne einstreiche, die Kosten für die Sicherheit beim Transport von Atommüll aber beim Steuerzahler ablade, sagte der Gewerkschaftsvorsitzende Rainer Wendt der »Neuen Osnabrücker Zeitung«: »Wir fordern eine Sicherheitsgebühr von 50 Millionen Euro von den Atomkonzernen.« Die Entsorgung von Brennstäben sei ein Teil des Betriebs von Atomkraftwerken, für den die Konzerne verantwortlich seien. Nach Wendts Angaben kostet der Castor-Transport den Steuerzahler weit über 50 Millionen Euro. Das Land Niedersachsen, das etwa die Hälfte der Summe zu tragen hat, will sich die anfallenden Sonderkosten bei der Bundesregierung zurückholen.
Aktuelle Ausgabe: 25.05.2012
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