Volkmar Draeger 12.11.2010 / Berlin / Brandenburg

Der Geist des Gestern

In die Deutsche Oper laden bis Februar »Malakhov & Friends«

Das Gala-Gefühl mochte sich nicht so recht einstellen. Obwohl »Malakhov & Friends« drei Stunden dauerte, vor ausverkaufter Deutscher Oper stattfand und 15 Beiträge von neun Paaren und zwei Solisten zeigte. Aus Russland, Japan, den USA kamen auf Einladung des Spiritus rector Vladimir Malakhov die Gäste. Einer, Noah Gelber, konnte nicht. So fiel aus, was er im Forsythe-Stil zum Wohle des Abends eingebracht hätte. Über Gebühr dominierte ältliche Klassik, hoch rangierten daher in der Publikumsgunst die modernen Einsprengsel. Dass es bei der Premiere Probleme mit dem Licht gab, das hauseigene Orchester unter Paul Connally nicht seine Sternstunde hatte, kommt dazu. Dass der Teil nach der Pause atmosphärisch sehr ähnlich getönte Werke enthielt, ist dramaturgisch ungeschickt, mag dem Ausfall eines Tänzers geschuldet sein. Schwerer wiegt die differente Qualität in Choreografie und Ausführung.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: