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»Don’t worry, be happy!«

Die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika trotzte allen Unkenrufen

ND-Redakteur Martin Ling berichtete von der Fußball-WM in S
ND-Redakteur Martin Ling berichtete von der Fußball-WM in Südafrika.

Im angesagten Irish Pub »The Dubliner« in Kapstadt spendete die Live-Band den Fans bereits ausgeschiedener Mannschaften mit dem Song »Don't worry, be happy!« Trost. Weltmeister kann nur einer werden, das wurde bei aller Leidenschaft für die schönste Nebensache von allen Fans akzeptiert.

Gewalttätige Auseinandersetzungen? Fehlanzeige. Die WM war eine große friedliche Party mit einem großartigen Gastgeber. Klar waren die Südafrikaner not amused, dass die »Bafana Bafana« (Die Jungs) als erste Gastgebermannschaft nicht in die zweite Runde eingezogen sind. Doch wichtiger war ihnen ihre Rolle als Gastgeber und Organisator, in der sie die vielfach auf Unkenntnis und Vorurteilen beruhenden Zweifel an Südafrika als Austragungsland eindrucksvoll zerstreuten.

Dass Siegen nicht alles ist, wurde beim WM-Finale einmal mehr unterstrichen: vom Spanier Andrés Iniesta, dem Schützen des goldenen Tores in der Verlängerung. Danach riss er sich das Trikot vom Körper und zeigte ein T-Shirt mit dem Schriftzug »Dani Jarque – immer mit uns«.

Dani Jarque, Kapitän von Espanyol Barcelona, am 8. August 2009 an Herzversagen verstorben, war seit früher Jugend ein Freund Iniestas, auch wenn sie sich auf dem Platz seit ihrer Jugend in unzähligen Stadtderbys bekämpften. Der Tod des Freundes sowie der seines früheren Mitspielers Alfonso Larios bei einem Autounfall wie auch der Selbstmord von Robert Enke, mit dem Iniesta einst zusammenspielte, hatten den verletzungsgeplagten Iniesta 2009 in eine tiefe Sinnkrise gestürzt. »Ich muss wieder dieses schöne, simple Gefühl erlangen, Fußballer zu sein«, sinnierte er. »Don’t worry, be happy!« Auch für Iniesta wurde dieses Motto in Südafrika sinnstiftend.

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