Von Bernd Zeller
27.11.2010
Kolumne

Terror

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Nach bisherigem Kenntnisstand hat der erwartete Anschlag noch nicht stattgefunden, was zu Betrachtungen über Terror Anlass gibt und darüber, was man dagegen alles nicht tun kann.

Einer Verlautbarung von Al Qaida zufolge haben sich die Aktionen mit Bombenpaketen in den letzten Wochen rentiert, da sie nur 4200 Dollar gekostet, aber Millionenausgaben für Sicherheitsmaßnahmen und Überwachungen hervorgerufen haben. Das ist jedoch immer noch betriebswirtschaftlich falsch gerechnet. Auch wenn die Ausgabe von 4200 Dollar nur 3000 Euro entspricht und damit vertretbar erscheint, ist sie doch vergeudetes Geld, dessen Gegenfinanzierung durch Drittmittel wackelig sein dürfte.

Aber Al Qaida richtet sich nicht nur finanziell zugrunde, sondern auch spirituell. Den Schaden des anderen als eigenen Gewinn zu verbuchen, das ist nach Paul Watzlawick eine Methode, sich unglücklich zu machen.

Ein Zuwachs an Sympathien dürfte das Terrornetzwerk durch eine solche Verlautbarung auch nicht gerade erlangen. Al Qaida muss aufpassen, dass der Einsatz der ganzen Sicherheitsvorkehrungen und Überwachungstechnologien von den Bürgern, die sich dadurch aufgehalten bis schikaniert fühlen, nicht am Ende noch den Terroristen angelastet wird statt wie bisher dem datensammelwütigen Staat und seinen kontrollsüchtigen Organen.

Dass es absolute Sicherheit nicht geben kann, ist bekannt, deshalb begibt man sich in den Straßenverkehr und fährt Ski und setzt sich den Gefahren des Zusammenlebens aus. Aber jetzt kommt der Terror ja noch dazu und erscheint als überflüssig. Allerdings sind von den Anschlägen, anders als von den Sicherheitsmaßnahmen, für gewöhnlich immer nur andere betroffen, so dass sich die Mehrheit verschont fühlen kann.