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Elfi Schramm 30.11.2010 / Gesund leben

Die Rezension .- Kamille? Karotte?

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Das nächste Frühjahr kommt bestimmt, und wer bis dahin Heide Hasskerls Ratgeber studierte, wird vielleicht Interesse und Mut bekommen, die gesunde Ernährung aus dem eigenen Nutzgarten in Angriff zu nehmen.

Das Büchlein ist in erster Linie auf den Einsteiger zugeschnitten: »Falls Sie den feinen Unterschied einer gerade aufgegangenen Karotte und einer jungen Kamille nicht kennen, dann helfen Ihnen die Fotos und die Beschreibungen in diesem Ratgeber garantiert weiter.« So ist es wirklich. Schritt für Schritt erfährt man, wie Beete angelegt werden und man den Erdboden bearbeitet. Auf das Umgraben sollte der künftige Gärtner großen Wert legen, weil sich »nur in einem tiefgründig lockeren Erdboden die Wurzeln der Gemüse optimal entwickeln«, so die Autorin. Mit realistischen Angaben zum Zeitaufwand, den man für die eigene Scholle schon einkalkulieren muss sowie einer Kosten-Nutzen-Rechnung verspricht das Gärtnern, ein Vergnügen zu werden, das sich auch rentiert: Es hilft zu sparen und die Gesundheit profitiert davon.

Gut zwei Drittel des Buches sind dann schließlich der Praxis gewidmet. Wie lege ich einen Kräutergarten an? Wie habe ich pünktlich vor Beginn der Hauptsaison frisches Gemüse? Welche Gemüsesorten wähle ich aus? Diese und andere Fragen werden ausführlich anhand vieler Beispiele beantwortet. Zwiebeln sollten grundsätzlich nur bei trockener Witterung in den Mittagsstunden geerntet werden. Das verspricht eine gute Haltbarkeit. Kohlrabi sollte man in einem zweiwöchigen Abstand aussäen, dann erhält man fortlaufend Jungpflanzen. Kaltes Gießwasser ist Gift für die Gurken.

Heide Hasskerl: Selbstversorgt!, Leopold Stocker Verlag 2010, 214 Seiten, geb., 19,90 €.

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5 Kommentare zu diesem Artikel

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  • fumanschu, 12. Feb 2012 02:42

    Empfehlung des Tages: Der rechtsextreme Stocker-Verlag

    Liebe Redaktion, der Leopold-Stocker-Verlag ist ein Verlag mit starker rechtsextremer Schlagseite. Wer sich für Gemüseanbau, selbstaufgesetzten Schnaps oder eben Gemüse- und Kräuteranbau interessiert findet im Verlagsprogramm ein reichhaltiges Angebot, das sicherlich nicht schlecht ist. Ich selbst habe mir mal ein Kompostbuch aus dem Verlag gekauft, bevor ich wusste, was das für ein Verlag ist. Man recherchiert ja auch normalerweise bei Sachbüchern nicht vor dem Kauf, ob die vielleicht von Rechtsextremen verlegt wurden. Blättert man im Verlagsprogramm weiter in den Politikteil oder schaut sich das Programm des Tochterverlags "Ares Verlag" an, findet man die Werke Armin Mohlers, allerlei Verschwörungstheoretisches zu Illuminaten und "Neuer Weltordnung", "Rudolf Hess: Ich bereue nichts" oder ein Buch über die Humanität der Waffen-SS.
    Meine Bitte: Streicht die Bücher des Stocker-Verlags zukünftig aus euren Rezensionen. Das geht man echt überhaupt gar nicht. Ihr empfehlt ja auch nicht den Bücherdienst der Jungen Freiheit oder die Kochbücher der Jungen Landsmannschaft Ostpreussen. Obwohl da bestimmt auch ein oder zwei gute bei sind.

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  • fumanschu, 12. Feb 2012 02:51

    Re: Empfehlung des Tages: Der rechtsextreme Stocker-Verlag

    Als kleiner Nachschub: Stellungnahme des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands zum Leopold Stocker Verlag www.doew.at/frames.php?/projekte/rechts/chronik/2004_08/no2.html

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  • Berndchen, 12. Feb 2012 09:15

    Re: Empfehlung des Tages: Der rechtsextreme Stocker-Verlag

    Da hat das nd ja nochmal Glück gehabt, dass das ein(e) Leser(in) herausgefunden hat und nicht jemand anderes (Motto: "Links doch gleich rechts! Neues Deutschland macht Werbung für rechtsextremen Verlag!" oder so).
    Das zeigt mir: nd recherchiert nicht mehr, warum auch immer. Schlecht, wenn dies Leser erledigen müssen. Oder sind das die vielgepriesene "Pluralität", die "Zwischentöne", deren Fehlen man der heute 65 Jahre alt gewordenen anderen linken tageszeitung vorwirft?
    Danke, Fumanschu.

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  • heinzi, 20. Mär 2012 14:35

    Re: Re: Empfehlung des Tages: Der rechtsextreme Stocker-Verlag

    Schade ooch, das nich ma wer reagiert...

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  • Berndchen, 20. Mär 2012 15:38

    Re: Re: Re: Empfehlung des Tages: Der rechtsextreme Stocker-Verlag

    Is doch oll. Wegen aktueller Ereignisse im Orkus verschwunden.

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